Auch die EU soll sich bei Libyen entschuldigen
publiziert: Mittwoch, 17. Mrz 2010 / 14:06 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 17. Mrz 2010 / 14:22 Uhr

Madrid/Bern - Im Streit um Visa-Sperren stellt Libyen nun auch Forderungen an die EU. Tripolis verlangt eine Entschuldigung für das Einreiseverbot in den Schengenraum für Staatschef Muammar al-Gaddafi und weitere Mitglieder der libyschen Elite.

Zum Schengenraum gehören 29 europäische Staaten. Auch die Schweiz, welche nicht EU-Mitglied ist, gehört dazu. (Archivbild)
Zum Schengenraum gehören 29 europäische Staaten. Auch die Schweiz, welche nicht EU-Mitglied ist, gehört dazu. (Archivbild)
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«Unser historischer Führer wurde dadurch beleidigt», sagte der libysche Botschafter in Madrid, Ageli Abdussalam Breni, gemäss der Zeitung «El País».

Die EU müsse bis spätestens am Sonntag eine Erklärung mit einer «klaren Entschuldigung» veröffentlichen, sagte Breni anlässlich einer Pressekonferenz in der spanischen Hauptstadt. Erst dann werde Libyen die Beziehungen zur EU normalisieren und seinerseits das Einreiseverbot für Bürger aus dem Schengenraum aufheben.

Die EU ihrerseits erwartet im Streit zwischen Libyen und der Schweiz, dass beide Seiten vorwärts machen, um eine Lösung zu finden. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström telefonierte am Morgen wegen des Falls mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.

Eine Geste der Schweiz

Malmström fordere von Libyen und der Schweiz, dass sie sich für eine Lösung einsetzten, sagte Malmströms Sprecher, Michele Cercone. Auf die Frage, ob Malmström von Widmer-Schlumpf ein Entgegenkommen der Schweiz gefordert habe, liess Cercone durchblicken, dass die EU-Kommission eine Geste der Schweiz erwartet.

Es sei wichtig, schnell eine diplomatische Lösung «auf Grundlage der Solidarität der Schengenstaaten» zu finden, sagte Cercone. Sonst drohe diese «bilaterale Kontroverse» die Kohärenz des Schengensystems in Frage zu stellen. Malmström habe sich mehrmals gegen Initiativvorschläge ausgesprochen, welche die Solidarität unter den Schengenländern gefährde.

Zum Schengenraum gehören 29 europäische Staaten

Zum Schengenraum gehören 29 europäische Staaten. Auch die Schweiz, welche nicht EU-Mitglied ist, gehört dazu. Wegen der Verhaftung von zwei Schweizer Geschäftsleuten in Libyen hatte Bern im letzten Jahr eine Schengensperre für Mitglieder der libyschen Elite verfügt.

Derweil hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zu einer weltweiten Aktion aufgerufen. Tausende Briefe, E-Mails und Faxe aus aller Welt sollen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi dazu bewegen, den Schweizer Geschäftsmann Max Göldi aus der Haft zu entlassen.

(zel/sda)

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Gaddafi
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Wer sitzt am länger Hebel?
Na und?
Natürlich werden wir wieder Geschäfte mit Lybien machen. Na und?

In Ihrer Logik müssten wir dann auch die Beziehungen zu den USA, Thailand, Malaysia, Vietnam, Philippinen, Kambodscha, UAE, Oman, Indien, Chile, Venezuela, Peru, Argentinien, Libanon, Jemen, Qatar, Burkina Faso, Nigeria, Kongo, Tansania, Elfenbeinküste, Niger, Aegypten, Tunesien, Marokko, Türkei, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Rumänien, usw. usw. abbrechen.

Kurz, bis auf die EU ziemlich einsam und schlecht für's Geschäft. Zum Glück auch nicht in Rubel.
Beziehungen mit Libyen abbrechen ? ?
Kaum ist Max Göldi wieder da, wird unsere Wirtschafts-"Elite" alles daran setzen um die Beziehungen zu Libyen zu "normalisieren" damit der Rubel wieder rollt. Wir haben ja schliesslich auch "normale" Beziehungen zum Iran, China, Saudi Arabien, Israel, Nord Korea, Pakistan, Sudan etc. etc. Alles Staaten wo auch Leute unrechtmässig im Gefängnis sitzen. Aber eben - der Rubel muss rollen.
Fordern
das ist das einzige was Libyen macht. Und deren Sklaven Italien und Spanien nicken brav mit dem Kopf.
Wenn Sie, Albert aus Uetikon selbst ...
... die VIER Monate in so einem Gefängnis von so Schergen von Ghadaffi absitzen, aaaaaaaaaaaaaaaabbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbwwwwwwwwwwwwaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrttttttttttttteeeeeeeeeeeennnnnnnnnnnnnn müssten ... !?

Ich weiss nicht, ob Sie, Albert aus Uetikon ..., dann immer noch diesen so gescheiten und einfühlsamen, saloppen Vorschlag auch noch machen würden! ?
Lösungsweg
Lieber Perles: Die Krise wäre beispielsweise zu lösen, indem man den Max Göldi halt die vier Monate absitzen lässt und dann sämtliche Beziehungen zu dem Affenstaat abbricht. Das Einreiseverbot für die Elite, welches verhängt wurde, muss natürlich auf unbestimmte Zeit aufrecht erhalten werden. Falls in ferner Zukunft eine andere Regierung in Lybien herrscht, kann man wieder über die Aufnahme von Beziehungen nachdenken.
Populistisch
Hallo Kuwilli
Kritisieren ist einfach. Wir warten alle auf Deine konkreten Vorschläge wie die Krise zu lösen ist.
Nachtrag
Populistisch!
Um es mal populistisch auszudrücken, wer jetzt noch für einen EU Beitritt ist, sollte wegen Landesverrat verurteilt werden.

Jetzt geht es angeblich plötzlich um die Fotos von diese Gad Affi Bubeli, aber diese wurden doch erst am 4. September 2009 veröffentlicht
Was war denn davor geschehen? nichts oder was?

Die Libyer haben bedroht, gelogen, erpresst und der Unfähige Merz verliert sein Gesicht.... (und ist immer noch im Amt)

Libyen hat ja sogar die Mutter des einen Angestellten die das Gad Affi Bubeli angezeigt hatten in Haft nehmen lassen.

Das Gad Affenpack hat die Schweizer laufend beleidigtweit mehr der ober Schimpanse hat öffentlich zum Krieg gegen die Schweiz aufgerufen.

Liebe Leute schaut euch mal den link an, dort ist die ganze Affäre aufgelistet.
Ich glaube so hat sich die Schweiz noch nie vorführen lassen.

Wir haben schon lange keine Regierung mehr, das hätten wir schon bei der Swissair Affäre merken sollen.
Wir sollten endlich begreifen, dass unser Land nicht regiert wird, sondern von Finanz Interessengruppen verwaltet wird.

Aber was soll`s, Hendix ist tot, Elvis ist tot sogar Jacko ist hinüber aber Merz ..... Ich schlage vor den 22. September 2008 als nationalen Trauertag einzuführen

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