Forderung nach Bekämpfung der Ursachen
Aufnahmestopp für Flüchtlinge laut Merkel illusorisch
publiziert: Donnerstag, 8. Okt 2015 / 06:37 Uhr

Berlin - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat in ihrem ersten Talkshowauftritt seit langem die Flüchtlingspolitik Deutschlands verteidigt. Sie wies Forderungen nach einem Aufnahmestopp zurück. Dies sei illusorisch, sagte Merkel.

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«Es gibt den Aufnahmestopp nicht», sagte die Kanzlerin am Mittwochabend in der ARD-Sendung «Anne Will». Deutschland könne nicht seine 3000 Kilometer Landgrenze mit Zäunen versehen. Entscheidend sei vielmehr, in vielen Gesprächen und Vereinbarungen die Fluchtursachen zu bekämpfen.

Den Vorwurf, dass sie selbst Schuld am Flüchtlingszustrom sei, wies sie als absurd zurück. «Glauben Sie denn, dass wirklich 100'000 Menschen ihre Heimat verlassen, weil es ein solches Selfie gibt?», sagte sie mit Blick auf ein Foto von ihr mit einem syrischen Flüchtling.

Keine negativen Signale

Merkel lehnte auch Forderungen ab, sie solle ein Signal senden, dass die Grenzen der Aufnahmebereitschaft erschöpft seien. Sie dankte stattdessen den vielen Menschen, die sich engagierten und lobte die bayerische Landesregierung, die wegen der Lage an der Grenze zu Österreich besonders gefordert sei.

Es seien zwar «Signale der Ordnung» nötig, doch sie werde sich nicht am Wettbewerb beteiligen, Flüchtlinge durch unfreundliche Behandlung abzuschrecken. «Deutschland ist auch ein Land, das Flüchtlinge freundlich empfängt. Darauf bin ich stolz.» Die Kanzlerin wies zudem den Vorwurf zurück, dass sie die Menschen in Deutschland überfordere. «Wir schaffen das. Davon bin ich ganz fest überzeugt.»

Die Kanzlerin war in den eigenen Reihen und vom Unionspartner CSU für ihren Kurs scharf kritisiert worden.

(bert/sda)

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Welche Tatsachen?
Wieder falsch. Ich bin nicht gegen Zuwanderung oder Asyl. Vor allem die Zuwanderung aus Europa betrachte ich als positiv. Nicht aber eine Islamisierung.

Was wollen sie mir mit "ein Fünftel von ihnen besuchte eine Hochschule oder ein Gymnasium" sagen? Zu denen, sollten sie sich mit unseren Werten und Gesetzen abfinden können, würde ich Herzlich Willkommen sagen. Der Rest ist die Altersstatistik, die wir alle kennen. Bei der gegenwärtigen Jugendarbeitslosigkeit im südlichen Europa müssen wir diese Pyramide in der Schweiz auch nicht unbedingt mit einer Islamisierung bekämpfen.

Falls Sie rechnen können sind dann aber ein Fünftel bekanntlich 20 %. Vom Rest werden weitere 20 % in Jobs mit niedrigen Löhnen und die restlichen 60 % Jahrzehnte in der Sozialhilfe verweilen. Wie es die Statistiken in Europa beweisen. Deshalb glaube ich dieses Märchen nicht. Denn was die 20 % einzahlen werden, werden die 60 % auffressen.

Wie immer, viel geschrieben und nichts von Substanz gesagt.

Ich bin für eine selektive Zuwanderung und nicht dafür einfach die Schleusen für zukünftige Sozialhilfeempfänger und extremistischen Abschaum zu öffnen. Wer Asylrecht erhält, soll dies temporär erhalten. Das muss aber nicht in einem Daueraufenthalt oder gar einem Pass enden.

Ich bin dagegen unsere westlichen Werte aufgrund einer Turbo-Islamisierung Europas zu verwässern und ich bin dagegen dass Nicht-Integrierbare, Kriminelle und solche die sich unserer Kultur nicht anpassen wollen bleiben dürfen.

Alles legitim und könnte wahrscheinlich so von einer Mehrheit in der Schweiz unterschrieben werden.

Meine Schauermärchen stammen übrigens meist aus dem Tagesanzeiger, NZZ, FAZ und der Welt. Alle sind ja Ihrer Meinung nach bekannt für Schauergeschichten.
Tatsachen gegen Midas'sche Fieberträume!
"Die Syrer sind zumeist gut gebildet. Jeweils ein Fünftel von ihnen besuchte eine Hochschule oder ein Gymnasium. Rund die Hälfte absolvierte eine Grund- oder Mittelschule. Und die meisten kommen aus guten wirtschaftlichen Verhältnissen, nur deshalb konnten sie ja auch Schlepper bezahlen. Die Neuen verjüngen rasant die alternde deutsche/(schweizerische) Gesellschaft. Über die Hälfte der Asylbewerber ist unter 25 Jahre - bei den Deutschen und den Schweizern dürfte das änlich sein) nur knapp ein Viertel. Hinzu kommen die Einwanderer aus Euro-Krisenländern wie Spanien und Griechenland: Rund 70 Prozent von ihnen sind jünger als 35. Und die mehr als 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund sind durchschnittlich 35 Jahre alt - die originär Deutschen (änlich bei den Schweizern) dagegen 45. Erstmals seit zehn Jahren ist folglich im vergangenen Jahr die Zahl der Geburten in Deutschland wieder über 700 000 gestiegen. Die personell zunehmend ausgezehrte Wirtschaft braucht die Neudeutschen (und die Neuschweizer) dringend. Nur wenn langfristig im Schnitt 533000 (prozentual sieht das in der Schweiz änlich aus) mehr Menschen pro Jahr zu- als abwandern, ergab eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung, lassen sich die Alterslücken füllen. Knapp 600 000 Stellen (prozentual sieht das in der Schweiz änlich aus) sind in der deutschen Wirtschaft derzeit unbesetzt, im Handwerk rund 27 000 Ausbildungsplätze. " Nicht von Mädchenschändern und solchen Unsinn!
Das berichtet einer, der sich informiert hat. (Das Schäfli soll's nur selbst herausfinden, wer das geschrieben hat. Es besteht neuerding ja nur bei mit auf Quellenangaben, die Schauergeschichten des Midas nimmt es für bare Münze!
Naiver Westen . . .
Schön, dass Deutschland nun auch bei den "Guten" angekommen ist . Sollte sich jedoch herausstellen, dass der IS diese Massenflucht gezielt provoziert um die "Ungläubigen" zu bekämpfen, dann trägt Deutschland eine grosse Verantwortung mit dem naiven Alleingang in Punkto "Willkommens-Kultur". Skepsis gegenüber dieser kuriosen "muslimischen" Bewegung ist durchaus angebracht, insbesondere wenn diese an Leib und Leben bedrohten Individuen schon ganz genau wissen, was sie wann, wie und wo von uns erwarten dürfen. Ein Aufnahmestopp ist dringend nötig, um nicht wieder Kräfte zu portieren die Europa niemals wieder sehen wollte. Nicht, dass es in ein paar Jahren wieder heisst: "Wir haben doch von allem nichts gewusst".
Die...
ganzen Krisengebiete aus denen die angeblichen Flüchtlinge strömen haben hohe Reproduktionsraten. Wenn man irgend etwas nicht braucht um eine stabile Gesellschaft zu etablieren, dann ist es Bevölkerungswachstum oder Nettozuwanderung. Alternde Gesellschaften werden sich nachhaltig umorganisieren können, wachsende Gesellschaften werden an ihrem Ressourcenbedarf ersticken.
.
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