Aufständische entführen 15 Studenten und 6 Lehrer
publiziert: Montag, 1. Jun 2009 / 20:50 Uhr / aktualisiert: Montag, 1. Jun 2009 / 22:17 Uhr

Islamabad - In Pakistan, an der Grenze zu Afghanistan, haben Bewaffnete am Sonntag 15 Studenten einer Militärschule und sechs ihrer Lehrer entführt. Das bestätigte der stellvertretende Leiter der Kadettenschule von Razmak in Nord-Waziristan, Javed Alam.

Die Behörden vermuten Taliban-Kämpfer hinter der Tat.
Die Behörden vermuten Taliban-Kämpfer hinter der Tat.
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Zuvor hatte ein Regierungssprecher von mehreren hundert Entführten gesprochen. Wie Alam mitteilte, hatten insgesamt rund 400 Studenten in etwa 40 Fahrzeugen die Schule für die Sommerferien verlassen. Nach 25 Kilometern Fahrt sei der Konvoi überfallen worden.

Die Bewaffneten hätten die letzten vier Fahrzeuge gestoppt und etwa 50 Studenten und College-Mitarbeiter verschleppt. Die meisten seien Stunden später freigelassen worden. Jetzt befinden sich den Angaben zufolge noch 15 Studenten und sechs Lehrer in der Gewalt der Entführer.

Die Behörden vermuten Taliban-Kämpfer hinter der Tat. Die Stammesgebiete gelten als Hochburg der radikalen Islamisten und der mit ihnen verbündeten El-Kaida-Terroristen.

Armee setzt Offensive fort

Die Armee setzte ihre seit Wochen andauernde Offensive gegen die Aufständischen im Swat-Tal in der benachbarten Nordwest-Grenzprovinz fort. Dabei gelang es ihr am Wochenende nach eigenen Angaben, die wichtige Stadt Mingora von den Taliban zurückzuerobern.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zeigte sich beunruhigt von der «schrecklichen» humanitären Lage im Kampfgebiet. Für die Menschen, die im Swat-Tal geblieben seien, gebe es weder fliessend Wasser, genügend Nahrung noch elektrischen Strom, hiess es in einer Erklärung.

(smw/sda)

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