Ausbreitung von Aids verlangsamt sich

publiziert: Dienstag, 30. Mai 2006 / 17:58 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 30. Mai 2006 / 18:37 Uhr

Bern - Die Ausbreitung von Aids hat sich erstmals seit seiner Entdeckung verlangsamt.

Das südliche Afrika ist am meisten betroffen. Bild: Elton John bei einer Kampagne in Durban/SA.
Das südliche Afrika ist am meisten betroffen. Bild: Elton John bei einer Kampagne in Durban/SA.
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Das Virus wurde vor einem Vierteljahrhundert entdeckt. Im vergangenen Jahr steckten sich weltweit 4,1 Mio. Menschen mit dem Virus an, heisst es im zweijährlich erscheinenden Bericht des UNO-Programms UNAIDS. Im Jahr 2003 hatten sich noch 4,8 Mio. Menschen infiziert. Ende 2005 lebten demnach geschätzte 38,6 Millionen mit dem Aids-Virus infizierte Menschen auf der Erde. Den meisten von ihnen sei nicht bewusst, dass sie sich angesteckt haben.

UNAIDS warnte vor einem Nachlassen im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Das südliche Afrika sei trotz eines Rückgangs in wenigen Ländern weiter die am schlimmsten betroffene Region der Welt. Dort lebten zwei Drittel aller Aids-infizierten Menschen weltweit.

Junks in Russland

Auch in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion breitet sich Aids dem Bericht zufolge weiter schnell aus - vor allem unter Drogensüchtigen, die oft Nadeln gemeinsam benutzten. Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr werde die Krankheit dann vor allem in den unteren Schichten weiter getragen.

In China, wo erstmals belastbare Daten vorhanden waren, sind derzeit rund 650.000 Menschen mit dem Aids-Virus infiziert. Das entspricht allerdings nur einem Anteil von 0,1 Prozent der Bevölkerung.

Übertragungsweg heterosexueller Sex

Dagegen liegt die Zahl der Infizierten in Indien mit 0,9 Prozent weit höher. Breitet sich Aids in China vor allem unter Drogensüchtigen aus, so wird die Krankheit in Indien vor allem wegen ungeschütztem heterosexuellem Sex übertragen.

Seit seiner Entdeckung im Jahr 1981 hat das Aids-Virus mehr als 25 Millionen Menschen den Tod gebracht. Mit dem HI-Virus, der die Krankheit ausbrechen lässt, steckten sich in dieser Zeit weltweit rund 65 Millionen an.

(fest/sda)

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