Ausgewogenheit bei Diplomatenrekrutierung
publiziert: Freitag, 1. Dez 2006 / 18:20 Uhr

Bern - 14 Frauen und 12 Männer sind neu in die diplomatische Ausbildung aufgenommen worden. Nach der Polemik bei der letzten Auswahl, als 6 Männer im Namen der Gleichstellung zurückgewiesen wurden, förderte das EDA diesmal gezielt weibliche Bewerbungen.

Die Schweizer Botschaft in Chile.
Die Schweizer Botschaft in Chile.
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Bundesrätin Micheline Calmy-Rey besuchte mehrere Universitäten, um Frauen den diplomatischen Dienst schmackhaft zu machen, darunter Zürich, Basel, St. Gallen und Genf. Daraufhin gingen beim Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) 207 Kandidaturen ein, darunter 104 weibliche und 103 männliche.

«Unsere Rekrutierungsbemühungen haben sich als gerechtfertigt erwiesen», sagte EDA-Sprecher Lars Knuchel der Nachrichtenagentur SDA. Dank den speziellen Bemühungen habe die Zahl der weiblichen Bewerbungen erhöht werden können. Der Erfolg sei vielversprechend für die Zukunft.

Polemik um Rekrutierungsverfahren

Von den 26 künftigen Stagiaires kommen 15 aus der Deutschschweiz, 8 aus der Westschweiz und 3 aus dem Tessin. «Die Auswahl ist exemplarisch ausgewogen», sagte Knuchel - sowohl bezüglich der Geschlechter als auch bezüglich der Herkunftsregionen.

Anfang 2006 hatte das Rekrutierungsverfahren eine Polemik ausgelöst. Die zuständige Auswahlkommission hatte 14 Personen ausgewählt, darunter 10 Männer und 4 Frauen.

Proteste nach Abweisung

Im Namen der Gleichstellung hatte Calmy-Rey 6 Männer zurückgewiesen, die zuvor als geeignet für die Diplomatenlaufbahn erachtet worden waren. Daraufhin traten mehrere Mitglieder der Auswahlkommission zurück, darunter Ständerat Dick Marty (FDP/TI).

Damals hatten sich noch viel mehr Männer als Frauen beworben. Um ein objektives Ungleichgewicht zu korrigieren, sei eine offenkundige Ungerechtigkeit begangen worden, hatte Marty kritisiert.

Erste Frau 1957

Die erste Frau war 1957 in die Diplomatenausbildung eingetreten. Die zweite folgte 1961, die dritte 1965. Seit 1956 werden die zukünftigen Diplomaten mittels eines Wettbewerbes ausgesucht. Diese finden nicht unbedingt ein Mal pro Jahr statt, sondern hängen von den Bedürfnissen des Departements ab.

(ht/sda)

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