Ausschreitungen in Liberia

publiziert: Montag, 12. Dez 2005 / 09:41 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Dez 2005 / 10:42 Uhr

Monrovia - In Liberia ist es bei Protesten gegen das Wahlergebnis der Präsidentenstichwahl von Anfang November zu Ausschreitungen gekommen.

George Weah hatte die Stichwahl in Liberia verloren.
George Weah hatte die Stichwahl in Liberia verloren.
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Mehr als 1000 Anhänger des unterlegenen einstigen Fussballstars George Weah randalierten in Montrovia. Sie blockierten in der Nähe der Parteizentrale von Weahs Partei Kongress für einen demokratischen Wechsel Strassen, zertrümmerten Auto-Windschutzscheiben und bewarfen Beamte mit Steinen, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei umstellte die Parteizentrale und setzte Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben.

Die Demonstranten riefen «Kein George Weah, kein Liberia!». Wie die Polizei mitteilte, gab es auch einige Festnahmen, als die Einsatzkräfte versuchten, die Strassen der Hauptstadt zu räumen. Die Polizei begründete ihren Einsatz damit, Leben und Eigentum zu schützen und den Verkehrsfluss sicher zu stellen.

Vorwurf: Wahlbetrug

Weah hatte zuvor bei einer Kundgebung vor seinen Anhängern den Behörden erneut Wahlbetrug vorgeworfen. Siegerin der Wahl vom 8. November war die liberianische Wirtschaftsexpertin Ellen Johnson-Sirleaf. Sie ist nun die erste gewählte Frau im Präsidentenamt in einem afrikanischen Land.

Ursprünglich galt der als Volksheld verehrte Weah als Favorit der ersten Präsidentenwahl Liberias nach dem Ende des 14-jährigen Bürgerkriegs. Die Wahlkommission prüft bereits Betrugsvorwürfe Weahs. Internationale Beobachter hatten die Wahl jedoch als fair bezeichnet.

(fest/sda)

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