Autoritäre Erziehung erzielt nicht gewünschte Wirkung

publiziert: Dienstag, 26. Aug 2008 / 11:05 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 26. Aug 2008 / 13:03 Uhr

Bern - Eine Erziehung, die auf Bestrafen basiert, verfehlt gemäss einer SNF-Studie die gewünschte Wirkung. Gefestigte Persönlichkeiten entwickeln sich demnach durch eine Erziehung, die auf Emotionen setzt und Kinder mitentscheiden lässt.

Eine Erziehung, die auf Bestrafen basiert, verfehlt die gewünschte Wirkung.
Eine Erziehung, die auf Bestrafen basiert, verfehlt die gewünschte Wirkung.
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Wie Eltern ihre Kinder erziehen, habe eine entscheidende Wirkung auf die Entwicklung des Verhaltens der Sprösslinge, hält der Bericht «Kindheit und Jugend in der Schweiz» fest. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) präsentierte das Buch zur Studie in Bern.

Wenn sich die Erziehung durch hohe emotionale und kognitive Qualität auszeichne, seien Kinder weniger aggressiv und aufmerksamer, fanden die Forscher. Zudem könnten so erzogene Kinder ihr Verhalten besser kontrollieren und auf das Wohlergehen anderer ausrichten.

Dagegen könne ein nur fordernder, nicht aber fördernder Erziehungsstil unter anderem zu vermehrtem Cannabis- und Tabakkonsum bei den Kindern führen. Unter strenger Kontrolle wachsen nach der Studie rund 44 Prozent der Sechsjährigen und 20 Prozent der Fünfzehnjährigen auf.

Schule hat auch Einfluss

Auch die Schule übt einen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes aus. Besonders in der Deutschschweiz ist die Streuung bei der Schulleistung je nach sozialem Hintergrund gross. Abhilfe schaffen könnten ein früher Schuleintritt und eine spätere Trennung auf die verschiedenen Bildungsgänge.

Für den Bericht wurden in einer Langzeitstudie 3000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene befragt. Dabei zeigte sich, dass die Kinder ärmerer Familien oder solcher mit Migrationshintergrund - oftmals geht das miteinander einher - schulisch schlechter abschnitten, als jene besser Gestellter und Gebildeter.

Das wiederum schlägt sich in der Berufslaufbahn und bei den Einkommensverhältnissen der Nachkommen nieder. Soziale Benachteiligung kann sich vererben, wie Stephan Egger, Mitherausgeber des Buches erklärt.

Frühe Einschulung

Die Verfasser der Studie schlagen deshalb eine frühe Einschulung zur Behebung von Defiziten und eine möglichst späte Selektion nach Schultypen vor. Auch sollten allgemein familienexterne Betreuungsangebote ausgebaut werden.

(smw/sda)

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