BFU klärt Beinahe-Zusammenstösse von Flugzeugen im April ab

publiziert: Sonntag, 9. Mai 2004 / 19:43 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Mai 2004 / 20:03 Uhr

Zürich - Das Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) muss sich mit vier Beinahe-Zusammenstössen von Flugzeugen am Flughafen Zürich und Genf vom April beschäftigen. Wie gefährlich diese waren, steht laut BFU-Chef Jean Overney jedoch noch nicht fest.

Welche Gefahr wirklich bestanden habe, könne erst die Untersuchung zeigen.
Welche Gefahr wirklich bestanden habe, könne erst die Untersuchung zeigen.
Bagatelle seien solche Airprox-Ereignisse in der Regel nicht, sagte Overney auf Anfrage der sda. Man eröffne nur eine Untersuchung, wenn wirklich eine Gefahr bestanden habe.

Die NZZ am Sonntag erwähnte in einem Bericht zwei Airprox-Ereignisse innerhalb von nur drei Tagen, am 18. und 21. April in Zürich. Die Zeitung stützt sich dabei auf die BFU-Internet-Site, die jeden Airprox-Fall auflistet, zu dem eine Untersuchung eröffnet wird.

Verherenden Schäden

Wegen der Lage der Flugzeuge über dem nordwestlichen Teil Zürichs hätte in einem der beiden Fälle laut der Zeitung ein Zusammenstoss zwischen dem Airbus der Fluggesellschaft Iberia und einem Geschäftsflugzeug zu verherenden Schäden am Boden geführt. Dazu konnte Overney allerdings keine Stellung nehmen. Welche Gefahr wirklich bestanden habe, könne erst die Untersuchung zeigen.

Neben den beiden Vorfällen in Zürich weist die BFU-Airprox-Liste für den April auch zwei Beinahe-Zusammenstösse beim Flughafen Genf aus: Eine Lufthansa- und eine KLM-Maschine kamen sich am 26., eine US-Militärmaschine und ein Flugzeug von Air Portugalia am 7. April gefährlich nahe.

Zufällige Häufung

Vier Airprox-Untersuchungen in einem Monat seien zwar nicht üblich, sagte Overney. Er gehe jedoch von einer zufälligen Häufung aus.

Für 2003 weist die BFU-Site beispielsweise 19 Airprox-Fälle in der Schweiz aus, bei denen Untersuchungen eröffnet wurden. Am nächsten Donnerstag will das BFU laut Overney die Bilanz zu den Beinahe-Zusammenstössen des letzten Jahres eröffnen.

(bert/sda)

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