Plötzlicher Kindstod

Babystrampler «Mimo» alamiert Eltern in der Nacht

publiziert: Mittwoch, 11. Sep 2013 / 08:55 Uhr
Jedes Jahr sterben in den USA rund 4000 Säuglinge aufgrund von plötzlichem Kindstod.
Jedes Jahr sterben in den USA rund 4000 Säuglinge aufgrund von plötzlichem Kindstod.

New York/Dresden - Der multifunktionale Babyschlafanzug «Mimo» überwacht die Schlafaktivitäten des Säuglings und übermittelt die erhobenen Informationen anschliessend über eine Smartphone-App an die Eltern.

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Ist etwas nicht in Ordnung, so ertönt augenblicklich ein lauter Alarm. Diese Überwachungstechnologie soll in erster Linie dazu beitragen, das Risiko eines plötzlichen Kindstodes zu reduzieren.

Zuverlässigkeit noch nicht abschätzbar

«Solange keine klinischen Studien vorliegen, in denen Babys gleichzeitig mit dem neuen System und zum Beispiel in einem etablierten Kinderschlaflabor mittels Polysomnografie untersucht worden sind, kann die Zuverlässigkeit der Signalerfassung und auch die Zuverlässigkeit der Signalübertragung an die Geräte der Eltern nicht eingeschätzt werden», erläutert Ekkehart Paditz, Leiter des Zentrums für Angewandte Prävention, im pressetext-Interview.

Dennoch seien ausgereifte und zuverlässige Biomonitore natürlich sinnvoll und wünschenswert, wenn sie für konkrete medizinische Fragestellungen eingesetzt werden, wie beispielsweise für die Überwachung von beatmeten Kindern.

Jedes Jahr sterben in den USA rund 4000 Säuglinge aufgrund von plötzlichem Kindstod. Viele dieser Todesfälle treten während des Schlafes auf. In dieser Hinsicht schafft Mimo eine Erleichterung, da er die Eltern auch bei Nacht permanent über den Zustand ihres Babys in Kenntnis setzt. Dabei werden sämtliche auffällige Veränderungen, die zumeist bei Nacht auftreten, binnen Sekunden von den Sensoren erfasst.

Erhöhtes Erstickungsrisiko befürchtet

Das Überwachungssystem wird voraussichtlich ab Donnerstag für 200 Dollar (ca. 187 Schweizer Franken) auf einer Crowdfunding-Plattform erhältlich sein. Im Preis inbegriffen sind drei Baumwollbodys, die über Sensoren zur Überwachung der Atmung verfügen. Zusätzlich inkludiert ist eine Spielzeug-Schildkröte, die die Bewegungen des Kindes kontrolliert. Auch dabei ist eine Wi-Fi-Basisstation, die mit einem Mikro ausgestattet ist.

Die App ist für Android und iPhone erhältlich. Sie ist unter anderem in der Lage zu ermitteln, wie oft sich der Säugling während des Schlafes herumgerollt hat oder wie lange dieser ohne Unterbrechung durchgeschlafen hat. Derzeit kämpft das Unternehmen noch mit der Befürchtung von Skeptikern, dass die Einzelteile des Systems vom Baby verschluckt werden und zu einer erhöhten Erstickungsgefahr führen könnten.

(asp/pte)

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