Bachmannpreis geht an den Zürcher Jens Petersen

publiziert: Sonntag, 28. Jun 2009 / 12:10 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Jun 2009 / 13:59 Uhr

Bern - Jens Petersen (33) aus Zürich hat für seinen Text «Bis dass der Tod» den Bachmannpreis erhalten. Es ist dies das erste Mal seit 1994, dass die renommierte Auszeichnung in die Schweiz geht. Damals gewann Reto Hänny.

Der Deutsche Jens Petersen lebt in der Schweiz.
Der Deutsche Jens Petersen lebt in der Schweiz.
Der deutsche Neurologe Petersen wird von den Veranstaltern als Schweizer geführt, weil er in Zürich lebt und praktiziert und im Künstlerhaus Pantrovà (Carona TI) schreibt. Der Bachmannpreis ist mit 25'000 Euro (38'000 Franken) dotiert.

«Bis dass der Tod» erzählt die beklemmende Geschichte von einem verarmten Mann, der seine todkranke Frau erschiesst, weil er seine Kräfte schwinden fühlt und befürchtet, sie bald nicht mehr pflegen zu können. «Ziemlich restlos begeistert» war der Juror Alain-Claude Sulzer, «mitgerissen» Jury-Präsident Burkhard Spinnen.

Physik und deutsche Geschichte

Der zweite Preis, der Kelag-Preis in Höhe von 10'000 Euro, ging an den deutschen Physiker und Autor Ralf Bönt für «Fotoeffekt». Der Text unternimmt das laut Jury «tollkühne» Unterfangen, die beiden Physiker Michael Faraday und Heinrich Hertz aus der Sicht eines Lichtteilchens zu beschreiben.

Die mit dem 3sat-Preis (7500 Euro) ausgezeichnete Erzählung «Winterfisch» von Gregor Sander führt die Biografien dreier von ihren Frauen verlassenen Männer verschiedener Generationen zusammen und spiegelt darin deutsche Geschichte vor und nach dem Mauerfall. Die Jury lobte am Text vor allem den ruhigen Erzählfluss und den schlichten Stil.

Hohes Niveau

Katharina Born, die Tochter des 1979 verstorbenen Schriftstellers Nicolas Born, holte den Ernst-Willner-Preis (7000 Euro) für «Fifty Fifty», eine Geschichte über die 68er-Bewegten und ihre Nachkommen, über eine Tochter, die den Jugendliebhaber ihrer Mutter übernimmt und wie diese vor 40 Jahren verstossen und verletzt wird.

Das Internet-Publikum folgte für einmal nicht der Jury und vergab seinen Preis (7000 Euro) an Karsten Krampitz' Novellenauszug «Heimgehen».

Dass die beiden weiteren Schweizer Teilnehmer Lorenz Langenegger und Karl-Gustav Ruch nicht unter den sieben Finalisten waren, spricht nicht gegen ihre Texte. Das Niveau in Klagenfurt war ausserordentlich ausgeglichen und weder Langenegger noch Ruch wurden verrissen.

(bert/sda)

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