Bagdad: Schiiten und Sunniten beten gemeinsam

publiziert: Freitag, 7. Mai 2004 / 17:51 Uhr

Bagdad/Kufa - Tausende Schiiten haben in Bagdad gemeinsam an einem Gebet mit Sunniten teilgenommen. Die Gläubigen hätten sich auf "Befehl" des radikalen Schiitenführers Moktada Sadr versammelt.

Schiitenführer Muktada el Sadr rief zum Gebet auf.
Schiitenführer Muktada el Sadr rief zum Gebet auf.
Bei der Predigt in der sunnitischen Abu-Hanifa-Moschee sagte Darradschi, den Kräfte des Bösen werde es nicht gelingen, die Einheit der Moslems aufzulösen. Der Feind ist gekommen, um Zwietracht zu säen, aber er war nicht erfolgreich, weil der Islam eins ist, fügte Darradschi hinzu.

Sadr hielt unterdessen in der Stadt Kufa nahe Nadschaf eine Predigt, in der er vor Hunderten Anhängern US-Präsident George W. Bush die Verantwortung für die Misshandlungen irakischer Gefangener durch US-Soldaten in der Haftanstalt Abu Ghoreib verantwortlich machte.

Die internationale Gemeinschaft müsse sich dafür einsetzen, dass Bush und seine Mitarbeiter sich vor einem irakischen Gericht für die Taten verantworten müssten.

In seiner Predigt, die in Ausschnitten vom arabischen Nachrichtensender El Dschasira übertragen wurde, sagte El Sadr weiter: Ich muss meine Forderung wiederholen, auch im Namen des unterdrückten irakischen Volkes: Volle Souveränität, eine faire, gewählte Regierung und Freiheit statt Anarchie.

Er warf der US-Besatzungsmacht vor, sie versuche, die Angehörigen der verschiedenen Religionsgruppen gegeneinander aufzuhetzen. Es sollte eine Konferenz von Muslimen und Christen einberufen werden, um die Krise auf friedlichem Wege zu lösen.

Sadr war zu Fuss aus Nadschaf nach Kufa gegangen und hatte dabei inmitten Hunderter Anhänger und bewaffneter Milizionäre mehrere US-Kontrollpunkte hinter sich gelassen.

(bsk/sda)

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