Bagdad weiterhin unter heftigem Beschuss

publiziert: Sonntag, 30. Mrz 2003 / 08:32 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 30. Mrz 2003 / 09:08 Uhr

Bagdad - Die USA und ihre Verbündeten setzten die Luftoffensive im Irak in nahezu allen Landesteilen fort. Die Hauptstadt Bagdad geriet unter heftigen Beschuss.

Bagdad weiter unter Beschuss.
Bagdad weiter unter Beschuss.
Detonationen wurden in der Nacht aus der Millionen-Stadt Basra im Süden und Mossul im Norden des Landes gemeldet. Im südirakischen Nasirija nahmen US-Marineinfanteristen nach Angaben eines CNN-Reporters den Sitz der regierenden Baath-Partei ein. In dem Gebäude seien grosse Mengen Munition und Schutzanzüge gegen Chemiewaffenangriffe gefunden worden.

Auch aus dem Norden und Süden Iraks wurden Angriffe gemeldet. Bei einem von der US-Armee unterstützten Vorstoss kurdischer Kämpfer in mehrere Ortschaften im Einflussbereich der radikalislamischen Gruppe Ansar el Islam in Nordirak wurden nach US-Angaben 130 Extremisten getötet. Im Süden wurde die Millionenstadt Basra bombardiert.

Über den genauen Verlauf der Bodenoffensive im Süden und Zentralirak gab es keine neuen Angaben. Die britische BBC berichtete, die Verbände legten eine Pause ein, um sich neu zu gruppieren. Das US-Zentralkommando dementierte die Berichte und erklärte, die Angriffe gingen weiter.

Abseits der bisher bekannten Kriegsschauplätze verstärkten Spezialeinheiten der US-Armee ihre Einsätze in den dünn besiedelten Wüstengebieten im Westen des Landes. Ihre Aufgabe ist es, den Abschuss von Scud-Raketen von den dortigen Basen zu verhindern.

Die irakische Führung begrüsste unterdessen den ersten Selbstmordanschlag gegen US-Soldaten und kündigte weitere derartige Einsätze an. Der irakische Vize-Präsident Taha Jassin Ramadan pries den Attentäter als Märtyrer. Bei dem Anschlag in der Stadt Nadschaf wurden nach US-Angaben vier, nach irakischen Angaben elf Soldaten getötet.

Unterdessen hat die irakische Seite nach Angaben des US-Senders CNN ihre Zahlen von Toten und Verletzten des Krieges erheblich nach unten korrigiert. Bislang seien 357 Zivilisten getötet und 3650 verletzt worden, hiess es.

Noch am Freitag hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 580 und die der Verletzten mit 4500 angegeben.

(bert/sda)

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