Bangkok: Anführer bietet Waffenstillstand an
publiziert: Montag, 17. Mai 2010 / 11:33 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Mai 2010 / 08:12 Uhr

Bangkok - Die thailändische Regierung hat einen Vorstoss der oppositionellen Rothemden nach einem Waffenstillstand zurückgewiesen. «Das ist Blödsinn», erklärte Vize-Ministerpräsident Suthep Thaugsuban in der Hauptstadt Bangkok.

Die Rothemden verlangen einen Waffenstillstand und Vermittlung durch die Vereinten Nationen.
Die Rothemden verlangen einen Waffenstillstand und Vermittlung durch die Vereinten Nationen.
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«Die Sicherheitskräfte schiessen nicht auf Zivilisten. Sie gehen ihren Pflichten nach, die im Einklang mit den Anordnungen der Behörden stehen.» Die Sicherheitskräfte würden dafür sorgen, dass keine neuen Demonstranten in das abgeriegelte Oppositionellen-Lager kämen. Sie würden alle aus dem Viertel herauslassen, die es wollten, hob er hervor.

Der Anführer der oppositionellen Rothemden, Nattawut Saikuar, hatte zuvor in einem Telefongespräch mit dem Generalsekretär von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva, Korbsak Sabhavasu, eine Waffenruhe angeboten.

Saikuar bot nach Angaben der thailändischen Regierung an, die Rothemden von den Strassen Bangkoks in das besetzte Geschäftsviertel Ratchaprasong zurückzurufen, wenn die Soldaten zu schiessen aufhörten.

Ultimatum ungenutzt verstrichen

Ein Ultimatum der Regierung zur Räumung des Oppositionellen-Lagers im Geschäftsviertel der thailändischen Hauptstadt Bangkok war zuvor ungenutzt verstrichen.

Die Stimmung wurde zusätzlich angeheizt durch den Tod eines der wichtigsten Anführer der Rothemden. Der auch Seh Daeng genannte erschossene 58-jährige General Khattiya Sawasdipol hatte in den vergangenen Wochen die Rothemden in ihrem erbitterten Protest gegen die Regierung unterstützt. Unter anderem beriet er die Demonstranten bei der Sicherung ihres Lagers im Zentrum der Millionen-Metropole, das sich mittlerweile über mehrere Kilometer erstreckt.

Trotz eines Ultimatums zur Räumung des Oppositionellen-Lagers befinden sich in dem besetzten Bangkoker Geschäftsviertel noch rund 5000 Menschen.

(fest/sda)

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