Basler Gericht bestätigt Brandstifter-Urteil

publiziert: Mittwoch, 21. Jan 2009 / 15:34 Uhr

Basel - Das Basler Appellationsgericht hat einen Schweizer wegen Mordes und qualifizierter Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt. Der Vollzug wurde zu Gunsten einer stationären Therapie aufgeschoben.

Die Staatsanwaltschaft forderte ein Schuldspruch von 16 Jahren.
Die Staatsanwaltschaft forderte ein Schuldspruch von 16 Jahren.
Mit dem Urteil bestätigte das Gericht einen Entscheid des Strafgerichts vom Mai 2007. Der heute 35-jährige Mann hatte im Februar 2006 im Keller eines Mehrfamilienhauses in Basel Feuer gelegt. Eine Person starb an den Folgen einer Rauchvergiftung, die sie im steckengebliebenen Lift erlitten hatte.

Das Strafgericht verurteilte den Mann darauf wegen Mordes und qualifizierter Brandstiftung zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe. Dagegen hatten aber der Verurteilte wie auch die Staatsanwaltschaft appelliert.

Das Opfer war eine Prostituierte, die der Mann in dem Haus zuvor aufgesucht hatte. Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, er habe den Brand gelegt, um sich aus Enttäuschung an der Frau zu rächen, wies der Angeklagte jedoch auch vor zweiter Instanz zurück. Er habe den Zeitungsstapel bloss aus Frustration über seine persönliche Lage angezündet.

Der Mann habe nicht damit rechnen müssen, dass sich jemand in den Lift begeben würde, sagte der Verteidiger. Ein Tötungsvorsatz liege deshalb weder direkt noch indirekt vor. Für die Brandstiftung beantragte er ein Strafmass von zwei Jahren. Die Staatsanwältin forderte demgegenüber einen Schuldspruch wegen Mordes und eine Strafe von 16 Jahren.

(ht/sda)

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