Beben in Algerien: 4600 Verletzte
publiziert: Donnerstag, 22. Mai 2003 / 11:23 Uhr

Algier - Beim schweren Erdbeben in Nordalgerien gab es nach offiziellen Angaben mindestens 538 Tote. Mehr als 4600 Menschen wurden verletzt. Noch keine Angaben gibt es über Schweizer, die in Algerien leben.

Ahmed Ouyahia: Regierungschef Algeriens.
Ahmed Ouyahia: Regierungschef Algeriens.
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Hunderte von Menschen seien noch verschüttet, sagte Regierungschef Ahmed Ouyahia. In der Hauptstadt Algier flohen Bewohner in Panik auf die Strassen, als Häuser einstürzten. Manche sprangen aus dem Fenster.

Die Erdstösse erreichten eine Stärke von 5,2 auf der Richterskala, wie das algerische Forschungszentrum für Astronomie und Astrophysik (CRAAG) mitteilte.

Das Hauptbeben erschütterte die Region um 19.45 Uhr Ortszeit. Etwa eine halbe Stunde lang bebte die Erde nach. Das Epizentrum lag nach Angaben des CRAAG in der Stadt Thenia zehn Kilometer östlich von Boumerdès.

In Algier standen verängstigte Menschen, die sich nicht in ihre Häuser zurückwagten, noch in der Nacht auf der Strasse und in Parks zusammen. Viele versammelten sich auf dem grossen Platz vor dem Regierungspalast.

Die Wucht der Erdstösse riss Strassen auf, Teile von Häuserfassaden stürzten auf die Strassen. Nur wenige Minuten nach dem Beben fuhren wieder Privatautos auf den Strassen. Viele waren vollbesetzt und dem Notdürftigsten bepackt, weil ganze Familien die Stadt verlassen wollten. Die Einwohner wurden zum Blutspenden aufgerufen.

Das Beben war bis nach Spanien zu spüren, besonders an der Mittelmeerküste sowie auf den Balearen und Ibiza. In mehreren Häfen von Mallorca und der Nachbarinsel Menorca wurden Schiffe beschädigt. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Schweiz hat Algerien ihre Hilfe angeboten, wie die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) mitteilte. Noch in der Nacht wurde ein Krisenstab gebildet, der in ständigem Kontakt mit der Schweizer Botschaft in Algier steht. Angesichts des möglichen Anstiegs der Zahl der Toten und Verletzten sei Bern bereit, die Rettungskette zum Einsatz zu bringen.

Auch die Residenz des Schweizer Botschafters in Algier ist beim Erdbeben beschädigt worden. Das Gebäude sei unbewohnbar, sagte eine Mediensprecherin des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die Mitarbeiter der Botschaft seien aber wohlauf.

Das EDA konnte bislang keine Angaben über die 150 Schweizerinnen und Schweizer machen, die in Algerien leben.

(bsk/sda)

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