«Mehraufwand»

Beckers Pfarrer fordert sein Honorar

publiziert: Freitag, 12. Nov 2010 / 19:14 Uhr
Boris und Lilly Becker.
Boris und Lilly Becker.

St. Moritz - Im Streit zwischen der deutschen Tennislegende Boris Becker und dem früheren St. Moritzer Pfarrer um das Hochzeitshonorar hat sich am Freitag erstmals der Geistliche zu Wort gemeldet. Brent Fisher begründet seine Rechnung über 9600 Franken mit Mehraufwand.

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Der Pfarrer liess über seinen Anwalt ausrichten, er habe Boris Becker erklärt, eine Trauung koste bei ihm üblicherweise zwischen 1750 und 2100 Franken, wobei ein Stundenansatz von 175 Franken zur Anwendung komme. Eine detaillierte Rechnung werde nach durchgeführtem Auftrag erstellt.

Bei Beckers Hochzeit mit Lilly Kerssenberg am 12. Juni vergangenen Jahres in St. Moritz habe jedoch allen Beteiligten im Voraus klar sein müssen, dass es sich nicht um eine normale Trauung handle, sondern dem Pfarrer erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen würden, heisst es in dem Schreiben an die Nachrichtenagentur SDA.

Rechnung «vollumfänglich gerechtfertigt»

Becker habe seine Trauung «medienwirksam vermarktet», was dazu geführt habe, dass sich die Medien auch intensiv mit Pfarrer Fisher beschäftigt hätten. Zudem habe Boris Becker kurz vor dem Trauungstermin von Pfarrer Fisher noch die «Erledigung zusätzlicher, unvorhergesehener und zeitaufwendiger Aufgaben» verlangt.

Pfarrer Brent Fisher sei überzeugt, dass seine Honorarrechnung, die detailliert vorliege, vollumfänglich gerechtfertigt sei und auch einer allfälligen gerichtlichen Überprüfung standhalte, schreibt der Anwalt weiter. Boris Becker hatte sich geweigert, die Rechnung des Pfarrers von 9600 Franken zu bezahlen.

Um seine Forderung auf dem Gerichtsweg durchzusetzen, liess sich der Pfarrer danach von der Evangelischen Landeskirche Graubünden von der Geheimhaltungspflicht entbinden. Becker erhob dagegen Beschwerde beim Bündner Verwaltungsgericht und unterlag. Womit der Pfarrer freie Bahn hat, seine Ansprüche gerichtlich durchzusetzen.

(bert/sda)

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