Beckstein nimmt den Hut - Nachfolge offen

publiziert: Mittwoch, 1. Okt 2008 / 16:18 Uhr

München - Drei Tage nach dem Wahldebakel und einen Tag nach dem Rücktritt von CSU-Chef Erwin Huber geht nun auch Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein. Nach Beratungen mit der CSU-Landtagsfraktion gab er seinen Rücktritt bekannt.

Günther Beckstein - Fehlender Rückhalt in der eigenen Partei.
Günther Beckstein - Fehlender Rückhalt in der eigenen Partei.
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Nach der «schmerzlichen Wahlniederlage» vom Sonntag sei der Rückhalt in der eigenen Partei nicht mehr gross genug, «um als Ministerpräsident die vor uns liegenden schwierigen Aufgaben erfolgreich bestehen zu können», sagte Beckstein.

Offen ist, wer Beckstein ablöst. Die CSU-Landtagsfraktion beschloss in einer Krisensitzung, den Personalentscheid zu vertagen.

Drei Anwärter für Nachfolge

In der Sitzung meldeten der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, Wissenschaftsminister Thomas Goppel und der Fraktionschef im Landtag, Georg Schmid, ihre Ambitionen auf das Amt an.

Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer habe gesagt, er wolle für das Ministerpräsidentenamt nur dann antreten, wenn keine Einigung über einen der drei Anwärter aus der Fraktion erzielt werden könne.

Zwang zur Koalition

Die CSU hatte bei der Landtagswahl am Sonntag verheerende Verluste erlitten. Erstmals seit vier Jahrzehnten verlor sie die absolute Mehrheit und sackte auf 43,4 Prozent ab. Sie kann nur noch mit einem Koalitionspartner regieren.

Beckstein hatte schon unmittelbar nach der Wahl erklärt, er klebe nicht an seinem Amt, sei aber bereit eine Koalitions-Regierung zu bilden. Wichtige Gruppierungen der CSU erklärten jedoch, er könne nicht im Amt bleiben.

Zweiter Rücktritt

Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber hatte schon am Tag zuvor seinen Rücktritt erklärt. Seehofer hatte daraufhin seine Kandidatur für den Parteivorsitz angekündigt.

Fraktionschef Schmid sagte, die CSU wolle über den neuen Ministerpräsidenten einen «Diskussionsprozess» innerhalb der Partei führen. Auf ihrer nächsten, turnusgemässen Sitzung am Mittwoch kommender Woche werde die Fraktion dann die «Weichenstellungen» treffen.

(bert/sda)

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