Zuviel Angst wurde verbreitet

Befürworter der Kapitalgewinnsteuer zeigen sich enttäuscht

publiziert: Sonntag, 2. Dez 2001 / 18:46 Uhr

Bern - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) bedauert die Ablehnung seiner Initiative für eine Kapitalgewinnsteuer. SGB-Zentralsekretär Serge Gaillard führt das deutliche Nein unter anderem auf die Angst zurück, welche die Gegner verbreitet hätten.

Die Vorlage sei zu einem ungünstigen Zeitpunkt vors Volk gekommen, stellte Gaillard weiter fest: Die Baisse an den Börsen habe viele die grossen steuerfreien Spekulationsgewinne der letzten Boomperiode vergessen lassen.

Dieser Ansicht ist auch SP-Präsidentin Christiane Brunner. Zudem hätten die Gegner weit mehr finanzielle Mittel in den Abstimmungskampf einbringen können, sagte Brunner.

Der SGB will sich auch in Zukunft für mehr Steuergerechtigkeit einsetzen. So werde er nicht zulassen, dass mit ständigen Erhöhungen der Mehrwertsteuer die kleinen und mittleren Einkommen massiv belastet und die Bezüger höherer Einkommen oder Besitzer grosser Vermögen zusätzlich geschont würden.

Dass die «schädliche Kapitalgewinnsteuer» bachab geschickt wurde, freut umso mehr das gegnerische Komitee. Das Volk wolle keine neuen Steuern, und schon gar nicht solche, welche den Kantonen und Gemeinden Mindereinnahmen brächten, sagte Komiteemitglied Ständerat Pierre Paupe (CVP/JU).

Höchste Zufriedenheit herrscht auch bei economiesuisse, dem Schweizerischen Gewerbeverband (SGV) und den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das Verdikt des Volkes sei unmissverständlich, schreibt economiesuisse: keine neuen Steuern.

Freude herrscht auch bei den bürgerlichen Regierungsparteien. Die FDP interpretiert das Abstimmungsergebnis als «klares Bekenntnis zu einem starken, sicheren und stabilen Wirtschafts- und Finanzplatz Schweiz». Nun müsse die Steuerbelastung endlich reduziert werden. Ähnlich tönt es bei der CVP und der SVP.

(kil/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Lehrmittel und Lehrpläne sind in Bezug auf Geschlechterdarstellungen oft veraltet.
Lehrmittel und Lehrpläne sind in Bezug auf ...
Bund, Kantone und Wirtschaft in der Pflicht  Bern, 25.05.2023 - Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF richtet Empfehlungen an Bund, Kantone und Wirtschaft. Denn: Obwohl die Gleichstellung von Frau und Mann in der Schweiz vorankommt, verdienen junge Frauen bereits beim Berufseinstieg weniger als junge Männer und leisten mehr unbezahlte Care-Arbeit. Um tatsächliche Gleichstellung zu erreichen, brauche es Massnahmen im Bildungsbereich. mehr lesen 
Schweizerische Arbeitskräfteerhebung und abgeleitete Statistiken: Arbeitszeit  Im Jahr 2022 arbeiteten die Schweizerinnen und Schweizer insgesamt 7,922 Milliarden Stunden. Das ist ein Anstieg von 1,3% im Vergleich zu 2021 ... mehr lesen  
Die Schweiz besetzt vor Rumänien den Spitzenplatz der EU/EFTA-Länder.
Bern - Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat entschieden, Swisscom die Konzession für die Grundversorgung für den Zeitraum ab 2024 bis Ende 2031 zu erteilen. Damit ist sichergestellt, dass das vom Bundesrat erweiterte Leistungsangebot umgesetzt wird. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 11°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 14°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 13°C 23°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 12°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern 13°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 15°C 24°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten