Begegnungen zwischen Behinderten und Nichtbehinderten fördern
publiziert: Dienstag, 3. Dez 2002 / 13:12 Uhr

Bern - Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung: Unter diesem Motto hat die Schweiz den Internationalen Tag der behinderten Menschen begangen. Bundespräsident Kaspar Villiger rief zu mehr solchen Begegnungen auf.

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Ohne Begegnung gebe es keine Integration, ohne Teilhabe keine Gerechtigkeit, schreibt Villiger in einem Aufruf. Die Gegenseitigkeit von Interesse und Respekt, die Selbstverständlichkeit von Zugang und Austausch - das seien grundlegende Voraussetzungen für die Teilnahme am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben.

Trotz bedeutender Fortschritte bleibe noch viel zu tun: Zahlreiche Betroffene müssen tagtäglich einen Kampf um Zugang und Teilhabe führen. Dies sei auch ein Kampf um Grundrechte, die in der Verfassung verankert seien.

Ein zentraler Schlüssel zur Integration sei die Arbeit, schreibt Villiger. Der Arbeitsplatz sei nicht nur ein Ort der Begegnung, er sei auch Ort der Mitverantwortung. Gerade in diesem Bereich hätten behinderte Menschen aber noch mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

Einerseits versperrten häufig bauliche Hindernisse den Weg, weil Behinderte bei der Planung zu oft vergessen würden. Andererseits gebe es die unsichtbaren Barrieren, die aus Vorurteilen, Berührungsängsten und Gleichgültigkeit bestünden.

Diese Barrieren zu erkennen und abzubauen, sei ein entscheidender Schritt. Erst dann kann ein Bild von Behinderten Menschen entstehen, das nicht mehr von Mitleid und Defiziten geprägt ist, sondern Raum bietet für ihre gesamte Persönlichkeit mit all ihren individuellen Eigenschaften und Ressourcen.

Bereichernde Begegnungen zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen könnten überall stattfinden, schreibt auch die Dachorganisationenkonferenz der privaten Behindertenhilfe in einer Mitteilung. In den Bereichen Schule, Beruf, Kultur und Freizeit sei aber der Austausch nicht nur möglich oder erwünscht, sondern notwendig.

Begegnungen ermöglichten am Tag der behinderten Menschen zahlreiche Aktionen in der ganzen Schweiz. Der Internationale Tag der behinderten Menschen 2003 bildet zugleich den Auftakt zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen.

(bert/sda)

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