Medizin alleine reicht nicht

Bei starker Depression hilft nur Therapie

publiziert: Dienstag, 5. Jul 2011 / 14:46 Uhr
Chronisch Depressive brauchen mehr als Medizin.
Chronisch Depressive brauchen mehr als Medizin.

Leipzig - Jeder fünfte Schweizer erkrankt an einer Depression. Neue Behandlungsansätze bauen ganz auf die Psychologie und die Psychotherapie.

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Zwei Verfahren aus diesen Disziplinen gegen eine chronische Erkrankung werden nun am psychologischen Institut der Universität Tübingen in Deutschland erprobt: die «Cognitive Behavioral System of Psychotherapy (CBASP)» und die «System of Supportive Psychotherapy (SYSP)».

Mitwirkung oder Unterstützung

CBASP ist eine anstrengende Therapie, wo der Patient mitwirken muss, SYSP eine unterstützende, auf die Gefühle und das Erleben fokussierende Psychotherapie. Wer eine der Therapien mitmacht, muss auf Medikamente verzichten. Häufig bekommen Depressive, die chronisch leiden, eine medikamentöse Therapie verordnet.

«Bei einer schweren Depression wird empfohlen, beide Verfahren, also medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung, durchzuführen», sagt die Leipziger Psychotherapeutin Christine Rummel-Kluge im pressetext-Interview. Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten sind von Depressionen betroffen. Etwa ein Drittel davon ist chronisch erkrankt. Mit Hilfe von Medikamenten tritt auch über Jahre hinweg keine Besserung ein.

Starke Belastung auch für Umfeld

Für Betroffene und Angehörige stellt die Erkrankung Depression eine grosse Belastung dar. Oft verlieren depressive Menschen das Interesse am sozialen Umfeld. Sie geniessen geinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden nicht mehr und können soziale Kontakte nicht aufrechterhalten. Niedergeschlagenheit, Interesse- und Freudlosigkeit sowie Antriebslosigkeit sind die Kernsymptome einer Depression.

(bert/pte)

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