Berlusconi an Ostermesse im Erdbebengebiet
publiziert: Sonntag, 12. Apr 2009 / 15:33 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 12. Apr 2009 / 16:15 Uhr

Rom - Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat Ostern mit den Obdachlosen der vom Erdbeben betroffenen Region Abruzzen gefeiert. Berlusconi nahm an der Ostermesse teil, die der Bischof von L'Aquila Giuseppe Molinari auf dem Platz der Polizeischule der Stadt zelebrierte.

6 Meldungen im Zusammenhang
Auf dem gleichen Platz hatte vor zwei Tagen die Trauerzeremonie für die Opfer des Erdbebens stattgefunden. «Wir werden Sie nicht alleinlassen und bald für alle eine Unterkunft finden, damit niemand mehr in den Zeltlagern übernachten muss», sagte Berlusconi.

Er lobte die Arbeit der Rettungsmannschaften. «Ich war noch nie so stolz, Italiener zu sein», so der Premierminister.

In den 32 Not-Zeltlagern, in denen 18'000 Obdachlose untergebracht sind, verbrachten die Menschen eine ruhige Nacht, da erstmals seit dem verheerenden Erdbeben am Montag keine Nachstösse gemeldet wurden. In allen Zeltlagern wurde die Ostermesse zelebriert. Über 100 Priester waren im Einsatz.

Suche nach Überlebenden eingestellt

In L'Aquila wurde die Suche nach Überlebenden eingestellt. Es gebe keine Chance mehr, weitere Menschen lebend unter den Trümmern zu finden, teilte der Zivilschutz mit. Bisher wurden 293 Todesopfer gemeldet. Das Begräbnis der letzten sechs Menschen, die tot aus den Trümmern geborgen wurden, wurde zelebriert.

2700 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um die Schäden zu beziffern. 38 000 Gebäude brachen wegen des Erdbebens zusammen oder sind schwer beschädigt.

Streit über unzureichende Bauqualität

In Italien tobt ein heftiger Streit über die unzureichende Bauqualität der Häuser, zumal auch zahlreiche jüngere Gebäude bei dem Erdbeben eingestürzt sind. Die Staatsanwaltschaft von L'Aquila hat eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob Missachtung der Bauregeln für den Einsturz öffentlicher Gebäude verantwortlich sind.

Baugesellschaften werden verdächtigt, bei der errichtung der Gebäude schlechten Zement gemischt mit Meeressand verwendet zu haben. Ermittlungen sollen gegen mehrere Baufirmen laufen, wie italienische Medien am Sonntag berichteten.

(ht/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
L'Aquila - Ein Jahr nach dem ... mehr lesen
Bei dem Beben mit der Stärke 6,3 auf der Richterskala verloren am 6. April vergangenen Jahres 120'000 Bewohner von L'Aquila und den umliegenden Dörfern ihr Dach über dem Kopf. (Archivbild)
Rom - Die italiensche Regierung beschleunigt ihre Bemühungen, um dem Erdbebengebiet Abruzzen so rasch wie möglich Finanzmittel für den Neuaufbau zukommen zu lassen. 55 Mio. Euro will sie zur Unterstützung der Menschen sprechen, die wegen des Erdbebens arbeitslos wurden. mehr lesen 
Die Bewohner verliessen ihre Zelte.
Rom - Ein starkes Nachbeben hat ... mehr lesen
Rom - In einer feierlichen ... mehr lesen
Das diesjährige Ostermesse wird vom schweren Erdbeben überschattet.
Die Rettungskräfte finden nur noch Leichen, keine Überlebenden mehr.
L'Aquila/Brüssel - Sechs Tage nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien schwindet die Hoffnung, in den Trümmern Überlebende zu finden. Zwar setzen Rettungsmannschaften die Suche fort, ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Rom - Am fünften Tag nach dem verheerenden Erdbeben in den Abruzzen hat in ... mehr lesen
Zum Gedenken an die Opfer wurden landesweit die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Bringen Sie ihre Wohnung zum Leben!
Bringen Sie ihre Wohnung zum Leben!
Publinews Erwecken Sie mit der Einrichtung nach Feng-Shui Ihr «Chi»  Feng-Shui ist eine Lehre der chinesischen Kultur, die die Lebensenergie («Chi») in positive Bahnen lenken soll. Übersetzt heisst «Feng» Wind und «Shui» Wasser. Der Begriff symbolisiert, dass die Energie frei fliessen können soll, wobei die Umgebung und ihre Einrichtung eine entscheidende Rolle spielt. Feng-Shui überlässt Ihnen ein hohes Mass an Gestaltungsfreiraum. mehr lesen  
Fotografie Fotoausstellung über Lagos, Religion und Lotterie  Das Photoforum Pasquart präsentiert in Zusammenarbeit mit der Fondation Taurus und den Bieler ... mehr lesen  
Hoffnung durch Lotterie und Religion. Foto des nigerianischen Fotografen Anthony Ayodele Obayomi.
In La Chaux-de-Fonds  La Chaux-de-Fonds - Das Museum für Kulturen des Islam in La Chaux-de-Fonds NE ist am Wochenende eröffnet worden. Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch zahlreiche Treffen, Ateliers, Erzählungen, Kalligraphie-Kurse und Tanzvorführungen geboten. mehr lesen  
Gemäss dem Koran muss jeder Muslim, ob Mann oder Frau, der gesund ist und es sich leisten kann, einmal im Leben an der Wallfahrt zur heiligsten Stätte des Islam in Mekka teilnehmen. (Archivbild)
Streitigkeiten über Einreisebedingungen nach Saudi-Arabien  Teheran - Iranische Gläubige werden in diesem Jahr nicht an der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch in Mekka teilnehmen. Irans Kulturminister Ali ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 14°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Basel 10°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 12°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Bern 13°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 14°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Genf 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Lugano 21°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten