Berlusconi entsendet 400 Polizisten nach Neapel

publiziert: Samstag, 20. Sep 2008 / 20:06 Uhr

Rom - Nach der Ermordung von sechs Schwarzafrikanern in einer mutmasslichen Mafia-Schiesserei, die am Freitag zu gewaltsamen Ausschreitungen von Einwanderern geführt hat, setzt die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf Härte.

Berlusconi will die Kontrollen verschärfen.
Berlusconi will die Kontrollen verschärfen.
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Das Kabinett in Rom will ab Montag 400 zusätzliche Polizisten in der Region Kampanien einsetzen, um die öffentliche Sicherheit zu garantieren.

«Ziel ist, die Kontrollen zu verschärfen und das organisierte Verbrechen aktiver zu bekämpfen. Wir wollen die flüchtigen Mafia-Bosse festnehmen, die die kriminellen Aktivitäten in der Region kontrollieren», verlautete es aus Kreisen um das Innenministerium in Rom.

Mafia verantwortlich?

Die Männer aus Ghana, Togo und Liberia waren am späten Donnerstagabend in der nordwestlich von Neapel gelegenen Kleinstadt Castelvolturno von sechs Tätern mit 130 Schüssen ermordet worden.

Die Polizei machte die Camorra, die neapolitanische Mafia, für die heftigste Schiesserei in Italien seit Jahren verantwortlich. Die Polizei sprach von einen Revierkampf im Drogenmilieu.

Afrikanische Immigranten in der Gegend reagierten auf die Schiesserei mit gewaltsamen Ausschreitungen. «Wir wollen Gerechtigkeit. Es stimmt nicht, dass unsere ermordeten Freunde Drogen verkauft haben oder Mafiosi sind», sagte ein Schwarzafrikaner.

Dutzende Randalierer warfen Scheiben ein, schmissen Autos um und bewarfen die Polizei mit Steinen. Fernsehbilder zeigten junge Männer, die mit Metallstangen in den Händen den Verkehr blockierten und Motorradfahrer zum Absteigen zwangen.

(tri/sda)

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