Berlusconi will Obdachlose zählen und registrieren

publiziert: Freitag, 7. Nov 2008 / 15:28 Uhr

Rom - Die italienische Regierung plant eine landesweite Zählung der Obdachlosen. Laut einem Gesetzesentwurf, der demnächst im Parlament diskutiert wird, soll das Innenministerium ein Register von Menschen ohne festen Wohnsitz einführen.

Alle Obdachlosen in Italien sollen erfasst werden.
Alle Obdachlosen in Italien sollen erfasst werden.
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Damit sollen alle Obdachlosen im Land erfasst werden, heisst es in dem von der Regierungspartei Lega Nord verfassten Entwurf.

Das neue Gesetz soll in ein im Juli bereits verabschiedetes Sicherheitspaket zur Bekämpfung der illegalen Immigration integriert werden.

Es sieht unter anderem Geldstrafen für illegale Einwanderer vor. Wer sich ohne Aufenthaltsgenehmigung in Italien befindet, dem droht eine Busse von bis zu 10'000 Euro.

«Integrationsabkommen»

Ausländer, die eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, müssen gemäss dem Gesetzesentwurf ein «Integrationsabkommen» unterzeichnen.

Verstösst ein Einwanderer gegen die Gesetze, werden ihm Punkte abgezogen, was zur Rücknahme der Aufenthaltsgenehmigung führen kann, heisst es in einem Papier, das vom Fraktionschef der Lega Nord im Senat, Federico Bricolo, vorgestellt wurde.

Mit dem neuen Gesetz sollen zudem strengere Kontrollen zur Bekämpfung von Scheinehen zwischen Ausländern und italienischen Staatsbürgern eingeführt werden. Nicht-EU-Bürger, die in Italien heiraten wollen, werden künftig eine Aufenthaltsgenehmigung vorweisen müssen, lautet das Vorhaben der Lega.

Vorgesehen ist auch eine Verschärfung der Strafen für Menschenhändler, denen Haftstrafen von 15 Jahren drohen. Ausserdem müssen sie eine Geldstrafe von 15'000 Euro für jede Person zahlen, die sie illegal nach Italien schleusen.

(bert/sda)

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Zitat: Aber wenn man einen WinWin-Effekt für Beide erzielen kann ...
Ja, dann denke ich, dass es ja beide sind, die das gleiche WOLLEN ! Da gibt es nichts mehr zu diskutieren ... eigentlich. Dann ist das doch o.k.!
Nein das ist kein Patentrezept für Flüchtlinge
Ich wollte einfach aufzeigen, dass ich nicht nur die kaltherzige Schreiberin bin. Menschen nach dem Fleiss zu bewerten, kann in die Hose gehen. Ich bin nie mit einer rosa Brille durchs Leben gegangen. Aber wenn man ein WinWin-Effekt für Beide erzielen kann.
Darf ich mal etwas Spontanes dazu sagen ...?
Ich denke, Sie haben Ihre Männer beide geliebt und nichts anderes. Da gibt es keine Hintergedanken zu haben! Nächstenliebe, das kann es ja auch geben - dann werden es eher politische Gründe sein, die jemanden dazu bewegen. Dies braucht aber dann niemand zu wissen. Jedenfalls gab es solche Situationen schon früher oder sogar immer ...

Das Beispiel, das ich Ihnen beschrieben hatte, ist so ein Grenzfall, denke ich. Ob Absicht dahinter stand, weiss ich nicht und will es auch nicht wissen.

Ich verstehe aber nicht ganz, was Sie damit sagen wollen, wenn Sie schreiben:
"Welche Bilanz können die übrigen Schweizer denn in der Nächstenliebe aufweisen?

So, wie ich Sie verstehe, würde ich es über setzen als: AusländerInnen zu heiraten
ist ein Akt der Nächstenliebe, den man auch bewusst, als seinen Beitrag gegen das Flüchtlingselend, einsetzen kann!?
Lieber Thomy
Mein 1. Mann hat Asyl beantragt und arbeitet seit Jahren bei der gleichen Gipserfirma. Mein jetztiger Mann war auch Asylbewerber und arbeitet auch fleissig im Restaurant. Ich möchte betonen, es handelt sich hier um kein Scheinehen. Welche Bilanz können die übrigen Schweizer denn in der Nächstenliebe aufweisen?
Sie meinen, dass ...
... wenn man "... (nur) ein Heim (Heime, viele!) bereitstellen ...", so wäre man das Obdachlosenproblem automatisch los und diese Menschen registriert ...?

So einfach ist es offensichtlich nicht - weil ich denke und weiss, dass so genannt "Obdachlose" nicht unbedingt durch beamtete Personen - und seien es auch SozialarbeiterInnen - "betreut" werden möchten, wollen! Zwangsliebevolle Hilfe anzunehmen ist keine wohltuende Art von Hilfe, denke ich!

ALSO, wenn etwas zu tun ist, so gibt es bereits etliche Institutionen, Heilsarmee, Pfarrer Sieber, andere gut geführte, die diese spezielle Art der Betreuung kennen und erfolgreich tun.

Nur - an den nötigen Finanzen fehlt es wohl allen, um dies derart wirksam tun zu können, so dass möglichst viele dieser Obdachlosen wieder zurück ins selbständige Erwerbsleben begleitet werden könnten ....

DA SIND WIR ALLE EIGENTLICH ANGESPROCHEN - WIR ALLE! Unabhängig, welche politische Ausrichtung wir vertreten.

Nur ist dies noch NICHT ALLEN bewusst ... Schade, sonst gewännen wir sicher viele sehr wertvolle Nachbarn, Mitarbeitende, die etwas vom Leben ... kennen und uns viel zurück geben könnten. Einfach weil sie da sind!
Scheinehen ?
... das kenne ich auch ... Ich habe da von nah "ausserhalb" zuschauen können.

Das geht ganz einfach. Da findet ein jüngerer Mann einfach keine Freundin, die seine Ehefrau werden will ...

Zufälligerweise ... haben wir in der Schweiz, in Europa, viele Flüchtlinge, auch aus Asien, oder andere zugereiste AusländerInnen, die sehr daran interessiert sind eine Partnerin, einen Partner zu finden - vorzugsweise Schweizerin oder Schweizer - die, der AUCH einen Partner suchen !

So ein Paar/Ehepaar kenne ich - nach einer ersten Scheidung gabs eine Wiederverheiratung mit einer zweiten Frau / Landsmännin / Freundin der ersten Ehefrau. Einige Kinder entsprangen nun diesen beiden Ehen, quasi zu dritt ... jetzt schon mehrere ...

Allen geht es soweit gut, die Kinder besonders fühlen sich zwar in zwei Welten, aber ich meine, sie fühlen sich ansonsten wohl ! Die grösseren haben sogar Lehrstellen bekommen, weil sie sich sehr darum bemühten ...

Schaden erleidet davon eigentlich niemand, weil, in dem Fall, der Schweizer Mann einer bezahlten Arbeit nach geht und die Frauen die Kinder erziehen, wie es ja sein sollte ... Für uns in der Schweiz sind diese Menschen sicher eine Bereicherung - UND Blutauffrischung -
Guten Tag Thomy
Würde Hr. Berlusconi ein Heim bereitstellen, wären die Obdachlosen automatisch registriert.

Zu unseren Sans-Papier. Der Bürger kommt sich schon ein bisschen veräppelt vor, wenn er redlich Steuern zahlen muss für sein heissgeliebten JOB und in der Regierung geschieht nichts. Ich habe Kontakte zum Welschland und die Gute ist nach langem auch wieder nach Luzern gekommen, weil sie findet, der Staat schläft. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie meine Beweggründe für dieses Schreiben missfallen.
Das Problem mit Zuwanderern und Obdachlosen ...
... oder Personen, die sich sogar illegal, ohne gültige Papiere im Gastland aufhalten, ist eines, welches meines Wissens kaum ein Land so richtig in den Griff bekommen kann ... weil Obdachlose und Migranten lebende Menschen sind, die sich nicht einfach wie Vieh herumkutschieren lassen wollen ...

Dies kann ich gut begreifen, wenn ich mir vorstelle, dass ICH in eine solche Situation geraten würde ... Versuchen Sie's mal sich SELBST auszumalen ...!?

Ich bin kein politisch Rechtsstehender ... aber ich höre und lese trotzdem die Formulierungen, hier der italienischen Rechten. Die Lega Nord schreibt:

"... Ausländer, die eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, müssen gemäss dem Gesetzesentwurf ein «Integrationsabkommen» unterzeichnen. Verstösst ein Einwanderer gegen die Gesetze, werden ihm Punkte abgezogen, was zur Rücknahme der Aufenthaltsgenehmigung führen kann, heisst es in einem Papier, das vom Fraktionschef der Lega Nord im Senat, Federico Bricolo, vorgestellt wurde. ..."

So eine Formulierung für ein Problem, das tatsächlich auch bei uns existiert, würde ich auch akzeptieren. Kein Land kann ohne Leitplanken das Obdachlosen- oder das Migrationsproblem in den Griff bekommen.

In der Schweiz sind wir nun soweit, dass überall nach Lösungen gesucht wird, Gewaltexesse, Autorasereien und ähnliches wirksam unterbinden zu können!

Dass Details auch später noch nicht sauber gelöst sein werden, dies liegt in der Natur der Sache ...

Nach und nach beruhigt sich, so hoffe ich, das System wieder etwas ... In der Zwischenzeit MÜSSEN alle mit grossem menschlichen Respekt sich mit der Sache auseinander setzen und statt zu polemisieren, sich in aller Friedlichkeit mit den Problemen von Obdachlosen und Zuwanderern auseinander setzen - dies mit Respekt und Toleranz!!!
Obdachlose
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