Bern ist eine Hochburg für Velodiebe

publiziert: Montag, 11. Okt 2010 / 16:06 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Okt 2010 / 18:05 Uhr
Gegen den Diebstahl müssen die Besitzer selbst etwas tun und dafür auch Geld ausgeben.
Gegen den Diebstahl müssen die Besitzer selbst etwas tun und dafür auch Geld ausgeben.

Bern - Bern ist laut einer deutschen Studie eine Hochburg für Velodiebe. Auf einer Liste mit über 60 Städten der Schweiz, Deutschlands und Österreichs steht Bern an zweiter Stelle. Nur in Münster (D) kommen gemessen an der Einwohnerzahl noch mehr Velos abhanden.

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Im vergangenen Jahr wurden in Bern insgesamt 2378 Velos geklaut. Pro 100'000 Einwohner waren es 1837, wie die Internetplattform geld.de am Montag auf Grund von Zahlen der Polizeien mitteilte. Basel steht fast so schlecht da wie Bern. Am Rhein wurden 2009 pro 100'000 Einwohner 1431 Fahrräder (absolut: 2419) entwendet.

Lausanne liegt mit 871 entwendeten Velos pro 100'000 Einwohner (1097) auf Platz 12 der Liste. Zürich brachte es mit 641 gestohlenen Velos pro 100'000 Einwohner (2454) auf Rang 24.

Zweitsicherste Stadt der gesamten Liste war Lugano: Pro 100'000 Einwohner wurden dort 203 Zweiräder geklaut; in absoluten Zahlen 112. Nur Stuttgart war noch sicherer. Nicht erhoben wurde indes, wie viele Velos pro Einwohner es in den Städten gibt. Und auch die Stadt Genf fehlt auf der Liste.

Schutz kostet

In Bern wird gemäss der Studie nur rund jeder 100. Velodiebstahl aufgeklärt - die Studie nennt einen Prozentsatz von 1,2. In Basel sind es 5,3 Prozent, in Zürich 2,1 in Lugano 6,2. Zum Vergleich: Magdeburg in Deutschland kommt dank einer «Sonderermittlungsgruppe Fahrrad» auf eine Aufklärungsquote von 36,3 Prozent.

Die Berner Kantonspolizei relativierte die Zahlen. Sprecher Franz Märki sagte, bei den 1,2 Prozent gehe es offensichtlich um diejenigen Fälle, in denen der Dieb überführt worden sei. Der Anteil der von der Polizei wieder gefundenen und den Besitzern zurückgegebenen Velos sei deutlich höher: 9,6 Prozent.

Gegen den Diebstahl ihres fahrbahren Untersatzes müssten die Besitzer selbst etwas tun und dafür auch Geld ausgeben, findet Christoph Merkli, Geschäftsführer von Pro Velo Schweiz. Velos sollten mit einem guten Schloss gesichert oder noch besser angebunden werden.

Ortung mit Chip als Lösung

Eine laut Merkli «schöne Vision» wäre ein nationales Velo-Register, wie es in den Niederlanden eingeführt werde, und die Ortung vermisster Velos mit einem Chip.

In den Städten der Liste wurden 2009 insgesamt 148'956 Velos gestohlen. Den klassischen Velodieb gibt es laut geld.de übrigens nicht. Ein Zusammenhang zwischen der Zahl der Velodiebstähle und der Armut oder der Anzahl Studentinnen oder Studenten in einer Stadt liess sich nicht nachweisen.

(fest/sda)

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