Bern und Berlin bestätigen Freilassung der Sahara-Geiseln
publiziert: Montag, 18. Aug 2003 / 23:05 Uhr

Bamako/Berlin/Bern - Die Sahara-Geiseln sind frei. Alle 14 in der Sahara verschleppten Touristen befinden sich laut malischer Regierung in den Händen malischer Mittelsmänner. Die Aussenministerien in Bern und Berlin bestätigten die Angaben aus Bamako.

Auch der Vermittler in dem Geiseldrama, der frühere Tuareg-Rebellenchef Iyad Ag Ghali, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Geiseln - neun Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer - seien vollständig frei.

Grossartiger Tag

Der Leiter des deutschen Krisenstabs, Staatssekretär Jürgen Chrobog, sprach in Bamako von einem grossartigen Tag. Er äusserte die Erwartung, dass die Geiseln am Dienstag auf dem Flughafen Köln/Bonn landen könnten.

Ein Sprecher des deutschen Aussenministeriums sagte, der malische Präsident habe gegenüber Chrobog versichert, dass alle 14 Geiseln nunmehr in malischer Hand seien. Chrobog war als Vermittler der deutschen Regierung vor Ort in Mali. Auch sechs Schweizer Experten befinden sich derzeit in der malischen Hauptstadt.

EDA-Informationschef Simon Hubacher bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass die Geiseln freigelassen wurden und sich in Obhut der malischen Behörden befinden. Sie seien bei guter Gesundheit, sagte Hubacher. Ihre Angehörigen seien über die Freilassung unterrichtet worden.

Transport

Die Freigelassenen sollen nach deutschen Angaben am Dienstag nach Gao im Norden Malis gebracht werden, wo die Transall der Bundeswehr auf sie wartet. Von dort aus ist der Weiterflug an Bord der deutschen Maschine in die Hauptstadt Bamako geplant.

In Bamako standen ein Lazarettflugzeug und der Airbus der deutschen Regierung bereit, um die Freigelassenen anschliessend nach Deutschland zu bringen.

Die 14 Touristen waren am 22. Februar und am 8. März gemeinsam mit anderen Europäern im algerischen Teil der Sahara verschleppt worden. 17 Geiseln wurden Mitte Mai in Algerien befreit. Eine 46-jährige deutsche Geisel soll Ende Juni an einem Hitzschlag gestorben sein.

Mit den restlichen Geiseln war die Kidnapper-Gruppe in den malischen Teil der Wüste geflohen, wo sie seitdem in der Bergregion um Kidal im Norden des Landes lokalisiert wurde.

(bert/sda)

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