Bernsteinzimmer in St. Petersburg nun zugänglich

publiziert: Samstag, 31. Mai 2003 / 16:43 Uhr / aktualisiert: Samstag, 31. Mai 2003 / 17:05 Uhr

St. Petersburg - Nach über 20-jähriger Rekonstruktion ist das neue Bernsteinzimmer in St. Petersburg feierlich eröffnet worden. Der russische Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzler Gerhard Schröder weihten den Raum ein.

Katharinenpalast bei St. Petersburg
Katharinenpalast bei St. Petersburg
Es handelt sich um einen Nachbau des legendären Prachtkabinetts im Katharinenpalast. Der Zeremonie zum Anlass der 300-Jahr-Feier von Petersburg wohnten auch Putins und Schröders Ehefrauen sowie EU-Kommissionspräsident Romano Prodi bei.

Das Achte Weltwunder, wie das Bernsteinzimmer seinerzeit genannt wurde, war ein Geschenk des preussischen Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. an den russischen Zaren Peter den Grossen im Jahr 1716. Seit dem Zweiten Weltkrieg ist es verschollen.

Putin dankte Deutschland für die Unterstützung bei der Rekonstruktion. Das Bernsteinzimmer sei ein Symbol für die neuen Beziehungen in der vereinten europäischen Familie. Dutzende Spezialisten, Künstler und Handwerker waren seit 1979 mit der Rekonstruktion des Bernsteinzimmers im Palast von Zarskoje Selo bei Petersburg beschäftigt.

Dabei verarbeiteten sie fast sechs Tonnen des fossilen Harzes und füllten eine Fläche von zehn mal zehn Metern mit einer halben Million kunstvoll gefertigter Bernstein-Elemente.

Immer wieder gerieten die Arbeiten ins Stocken, oft weil das Geld ausging. Insgesamt verschlang der Nachbau der teuersten Tapete der Welt 11,5 Millionen Dollar.

Um das echte Bernsteinzimmer ranken sich zahllose Legenden. Während des Zweiten Weltkriegs bauten deutsche Soldaten das Zimmer 1941 ab und brachten es in das damals deutsche Königsberg, das heutige Kaliningrad. Dort verlor sich seine Spur. Als die russische Armee 1945 in Königsberg einmarschierte, war das Kunstwerk von unschätzbarem Wert verschwunden.

(pt/sda)

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