'Besser mit Druck umgehen'

publiziert: Sonntag, 20. Mrz 2005 / 16:02 Uhr

Arno Ehret im Interview: Der Handball-Nationaltrainerhat das Konzept "EMotion" mitentwickelt, bei dem die Schweizer Nationalmannschaft in den ersten Teil der SHL-Meisterschaft integriert wird.

Arno Ehret hat das Konzept mitentwickelt.
Arno Ehret hat das Konzept mitentwickelt.
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Arno Ehret, was versprechen Sie sich vom Konzept "EMotion"?

"Die Schweiz soll an der EM im eigenen Land ein gutes Bild abgeben. Die Automatismen innerhalb der Mannschaft sollen dank der zusätzlichen Spielpraxis von acht Partien gegen SHL-Klubs zwischen September und Dezember verbessert werden, ebenso die Entwicklung im physischen Bereich und die Effizienz. Das Team soll in brenzligen Situationen besser mit Druck umgehen können."

Die Nationalspieler werden im Rahmen dieser Partien gegen SHL-Klubs bei ihren jeweiligen Vereinen und nicht in der Nationalmannschaft spielen. Macht das Ganze dann überhaupt Sinn?

Ehret: "An ein paar Spielen werden wir so gut wie komplett sein, an anderen nicht. Das ist eine Chance für die Zweitbesetzungen auf jeder Position. Auch an einer EM kann sich ein Spieler aus der Startformation verletzen, und dann muss die Nummer 2 innert kürzester Zeit eine gute Leistung abrufen können."

Könnte dieses Konzept auch in Zukunft angewandt werden?

Ehret: "Das hängt sehr stark davon ab, wie wir an der EM abschneiden. Wir werden uns folgende Fragen stellen müssen: Was hat die Massnahme bewirkt? War das Interesse bei den Spielen gross? Wie sind die Liga und die Spieler mit dieser Lösung zufrieden? Bei einem positiven Feedback spricht allerdings nichts dagegen, es zu wiederholen. Für mich muss das Ganze etwas bewirken; zehn Tage mehr Trainingslager bringen nämlich nicht viel."

Wie lautet Ihr sportliches EM-Ziel?

Ehret: "Die Zwischenrunde ist ein Muss. Unser Ziel muss ein aussergewöhnlicher Auftritt sein. Zwar sind unsere Gegner vom Potenzial her meist besser als wir. Doch wir müssen uns darauf konzentrieren, was wir können."

Wo liegt denn der Hauptunterschied zwischen der Schweiz und den meisten Gegnern?

Ehret: "Ich vergleiche es mit einer 4x100-m-Staffel: Wenn wir die Summe der Einzelergebnisse zusammenzählen, liegen wir noch einige Meter hinter den anderen. Wir sind im Moment noch keine starken Adler; auf dem Weg dahin, solche zu werden, werden wir sicher noch ein paar Federn verlieren."

Haben Sie eine Wunschgruppe an der EM?

Ehret: "An sich nicht. Einige Teams sind nicht ganz so stabil, dass sie für uns unerreichbar wären. Aber Spanien, Kroatien oder Frankreich müssten wir nicht unbedingt in der Gruppe haben."

(mit Arno Ehret sprach Muriel Fiechter/Si)

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