Patentlösungen für Wirtschaft und Technik

Bionik: Wie die Natur hilft, Schäden zu vermeiden

publiziert: Donnerstag, 10. Feb 2011 / 12:06 Uhr
Früheste Beispiele von Bionik: Leonardo da Vincis Skizzen von Flügeln.
Früheste Beispiele von Bionik: Leonardo da Vincis Skizzen von Flügeln.

Berlin - Ob Baum, Knochen oder eine Steilküste - alle haben am Ende eine sehr ähnliche Form. Und diese findet sich immer wieder in der Natur, weil sie sich im Laufe der Zeit einfach als stabil erwiesen hat. Erklären kann man diese Formgebung nach der Natur mit drei allgemein verständlichen «Denkwerkzeugen nach der Natur».

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Diese einfach verständliche «Volksmechanik für alle», wie sie Prof. Claus Mattheck vorstellt, hilft, Materialschäden von vorn herein zu vermeiden und Schäden zu reduzieren. Mit dieser neuartigen geometrischen Naturbetrachtung ist es möglich, Strukturen und Formen aus der Natur und Technik ohne Computereinsatz und mathematische Formeln zu analysieren. Mattheck wird seine «Denkwerkzeuge nach der Natur» auf dem Kongress «International Industrial Convention on Biomimetics 2011» am 16. und 17. März 2011 in Berlin präsentieren.

Mit seinen drei «Denkwerkzeugen nach der Natur» - Schubvierecke, Zugdreiecke und die Methode des Kraftkegels - will der promovierte Physiker und Abteilungsleiter für Biomechanik am Karlsruher Institut für Technologie KIT anregen, Bauteile in ihrer Gestaltung zu optimieren, und zwar so «wie es die Natur quasi vorgibt». Basierend auf den drei Denkwerkzeugen können Bauteile für die unterschiedlichsten Einsätze leichter, fester und besser konstruiert werden. Egal ob Handwerker, Architekt, Designer, Entwicklungsingenieur, Arzt oder Baumpfleger - sie alle finden sich bei Matthecks Erläuterungen wieder und können ihm wissenswerte Grundlagen für ihren Beruf entnehmen.

Auswahl erfolgreicher Bionik-Beispiele

Am 16. und 17. März 2011 findet in Berlin der Kongress «International Industrial Convention on Biomimetics 2011» statt und präsentiert eine Auswahl erfolgreicher Bionik-Beispiele aus den verschiedensten Industriebereichen wie Automobil, Maschinenbau, Biomedizintechnik, Chemie, Automatisierungstechnik und Bau. Dies erfolgt in Tandem-Vorträgen weltweit bekannter Wissenschaftler und kreativer Köpfe renommierter deutscher Unternehmen. Veranstalter des Kongresses sind die Bionik-Kompetenznetze BIOKON und BIOKON international mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

«Patentlösungen aus der Natur für die Technik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen», so erklärt BIOKON-Geschäftsführer Dr. Rainer Erb die Aufgabe der gemeinnützigen Forschungsgemeinschaft. BIOKON bündelt und vernetzt Aktivitäten und Expertenwissen von mehr als 90 Universitäten, Forschungsinstituten, Unternehmen und Einzelpersönlichkeiten in ganz Deutschland und Europa, damit biologische Problemlösungen und Optimierungsstrategien zielgerichtet in neuartige Produkte und Technologien münden.

(dyn/pte)

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