Birmas Militär trotzt weiter - Kinder vom Hungertod bedroht

publiziert: Sonntag, 18. Mai 2008 / 18:06 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 18. Mai 2008 / 20:16 Uhr

Rangun - Auch zweieinhalb Wochen nach dem verheerenden Sturm trotzt Birmas Militärjunta internationalem Druck, mehr ausländische Helfer ins Land zu lassen. Tausende Kinder sind vom Hungertod bedroht.

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Die Lage der Überlebenden einer der schlimmsten Naturkatastrophen Asiens wird immer dramatischer: Die UNO geht davon aus, dass Lebensmittel von ausserhalb nicht einmal einen Drittel jener 750'000 Menschen erreichen, die am meisten Hilfe benötigen.

Werde nicht schnell geholfen, drohe Tausenden von Kindern der Tod. Die Kinder könnten «binnen zwei oder drei Wochen» an den Folgen der Unterernährung sterben, warnte die britische Hilfsorganisation Save the Children. Demnach waren bereits vor dem Sturm 30'000 Kinder in den betroffenen Gebieten unterernährt.

Bislang gehen die regierenden Generäle von mindestens 134'000 Toten und Vermissten aus. Bis zu 2,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Zahl der Toten könnte laut Experten aber dramatisch steigen, wenn die Junta ausländische Hilfe weiterhin nur tröpfchenweise ins Land lasse.

Ein Rundgang fürs Staatsfernsehen

Die seit 46 Jahren herrschenden Militärs haben wiederholt erklärt, sie hätten die Lage im Griff. Juntachef Than Shwe begab sich erstmals in die betroffenen Gebiete. Der 75-Jährige wurde vom Staatsfernsehen bei einem Rundgang durch Notlager in einem Vorort von Rangun gezeigt.

Er weigert sich jedoch weiterhin, mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zu telefonieren. Der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe, John Holmes, brachte Than Shwe nun einen Brief von Ban mit.

Der britische Premierminister Gordon Brown warf den Militärs eine unmenschliche Haltung vor. Seine Regierung erwäge daher, Hilfsgüter aus der Luft abzuwerfen. «Wir schliessen nichts aus, weil wir wollen, dass die Hilfe das Volk direkt erreicht.»

(dl/sda)

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