Blackwater mitschuldig am Tod von vier Mitarbeitern
publiziert: Freitag, 28. Sep 2007 / 07:35 Uhr / aktualisiert: Freitag, 28. Sep 2007 / 09:51 Uhr

Washington - Die private US-Sicherheitsfirma Blackwater gerät immer weiter in die Kritik. Eine am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichte parlamentarische Untersuchung ergab eine Mitschuld der Firma am Tod von vier ihrer Mitarbeiter im März 2004 in der irakischen Stadt Falludscha.

Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Blackwater stehen wegen der offensichtlichen Mitschuld in der Kritik. (Archivbild)
Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Blackwater stehen wegen der offensichtlichen Mitschuld in der Kritik. (Archivbild)
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Diese waren nach dem Angriff auf ein US-Fahrzeug, das sie schützen sollten, von einem wütenden Mob gelyncht worden.

Der Vorfall hatte eine Grossoffensive der US-Armee in der Hochburg des sunnitischen Widerstandes ausgelöst, in deren Folge 36 US-Soldaten, rund 200 Aufständische sowie 600 Zivilisten ihr Leben verloren.

Der Bericht wirft Blackwater unzureichende Vorbereitung, unzureichende Ausrüstung und unzureichende Unterstützung ihrer Mitarbeiter vor. «Einer Zeugenaussage zufolge hätte der Vorfall verhindert werden können, oder zumindest hätte das Risiko verkleinert werden können», heisst es in dem Text.

Zweifel an privaten Sicherheitsfirmen

Das Verhalten des Unternehmens werfe «ernsthafte Fragen» über die Folgen der Beschäftigung privater Sicherheitsfirmen in Konfliktgebieten auf.

Die Beziehungen zwischen den Regierungen in Bagdad und Washington werden seit knapp zwei Wochen von der Affäre um Blackwater überschattet.

Wachleute der Firma hatten bei einer Schiesserei in Bagdad Augenzeugen zufolge wahllos um sich geschossen und dabei zehn Menschen getötet. Regierungschef Nuri al-Maliki hatte dem Unternehmen daraufhin die Lizenz entzogen.

(tri/sda)

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