Bleibt YB im Meisterrennen?

publiziert: Samstag, 25. Apr 2009 / 12:12 Uhr / aktualisiert: Samstag, 25. Apr 2009 / 13:38 Uhr

Wollen sich die Young Boys noch Hoffnungen auf ihren ersten Meistertitel seit 1986 machen, dürfen sie am Sonntagabend das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer FC Zürich nicht verlieren.

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Dieses Duell im Letzigrund ist das Highlight der 30. Super-League-Runde. Der an zweiter Stelle liegende Titelverteidiger aus Basel hat beim Schlusslicht Vaduz eine Pflichtaufgabe zu lösen.

Es könnte erneut zu einem Leaderwechsel kommen. Der FCZ und die Basler liefern sich an der Spitze einen offenen Schlagabtausch. In die weiteren drei Affichen sind Teams involviert, die im Abstiegskampf stecken: Luzern reist nach Bellinzona, Sion empfängt Aarau und Neuchâtel Xamax trifft auf die Grasshoppers.

Feuerzeug am Kopf des Schiri

Die bessere Hauptprobe für das Spitzenspiel hatte fraglos der FCZ. Während die Zürcher am Mittwoch in Aarau triumphierten, musste sich YB tags darauf vor eigenem Publikum mit einer Nullnummer gegen Xamax begnügen.

Für die Gelb-Schwarzen war am Donnerstagabend nicht nur das Resultat unerfreulich, sondern auch jene Aktion nach dem Schlusspfiff, als Schiedsrichter Laperrière von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde. Der Vorfall wird untersucht, YB droht in der Endphase der Meisterschaft ein «Geisterspiel».

FCZ wieder mit Tihinen und Chikhaoui

Die Trainer Bernard Challandes und Vladimir Petkovic können praktisch aus dem Vollen schöpfen. Auf Seiten des FCZ fehlt vom Stamm der verletzte Florian Stahel. Fraglich ist Eric Hassli, der unter Rückenproblemen leidet.

Abwehrchef Hannu Tihinen wird wahrscheinlich nach seiner Schulterblessur in die Startformation zurückkehren. Zudem verdichten sich die Anzeichen, dass Yasin Chikhaoui möglicherweise auf der Ersatzbank sitzt. Beim tunesischen Künstler steht nach sehr langer Verletzungspause das Comeback auf höchster Stufe bevor.

Zählbares muss her

Challandes fordert von seinen Mannen, dass gegen einen der beiden ernsthaftesten Konkurrenten wieder einmal Zählbares herausschaut, ist doch die Saisonbilanz des FCZ sowohl gegen YB als auch gegen Basel nicht überragend.

Bei YB stellt sich vor allem die Frage, ob Seydou Doumbia von Beginn weg auflaufen darf oder ob er wie so oft mit der Jokerrolle bedacht wird. Als Einwechselspieler kann er in der Regel für mehr Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse sorgen. Im Falle einer Niederlage würde bei den Bernern früher als erhofft der Cupfinal in den Mittelpunkt des Interesses rücken.

Vaduz gegen Basel noch ohne Tor

Alles andere als ein Basler Erfolg in Vaduz käme einer grossen Überraschung gleich. Die «Bebbi» haben alle drei bisherigen Begegnungen mit den Liechtensteinern gewonnen - bei einem Torverhältnis von 11:0! Sie möchten nach dem enttäuschenden Remis gegen Bellinzona wieder zum Siegen zurückkehren. Christian Gross meinte kämpferisch: «In der jetzigen Phase wäre jeder weitere Ausrutscher fatal.»

Auch sein Gegenüber Pierre Littbarski sollte sich nicht mehr manchen Punktverlust erlauben. Vaduz hat das Messer am Hals. Der Weltmeister von 1990 sagte: «Bei uns müssen endlich alle Spieler begreifen, dass es um die Existenz geht.»

Xamax und Sion im Tief - Luzern auf Wolke sieben

Die Vergleiche zwischen Xamax und GC verliefen in jüngster Vergangenheit jeweils sehr ausgeglichen. Für die Neuenberger geht es darum, nicht noch tiefer in den Abstiegssumpf zu geraten. Sie blieben zuletzt sechsmal sieglos. Der Vorsprung auf den Barrage-Platz, den Sion belegt, beträgt nur noch zwei Zähler.

Sion ist es in den vergangenen Wochen ähnlich schlecht ergangen wie Xamax. Die Walliser warten ebenfalls seit Anfang März auf einen «Dreier». Nun wollen sie zu Hause gegen Aarau ihren ersten Sieg unter dem neuen Hoffnungsträger Didier Tholot einfahren.

Das Pech an Ianus Füssen

Der Gast aus dem Aargau ist ebenfalls nicht frei von Sorgen - obwohl er sich im gesicherten Mittelfeld befindet. Der rumänische Stürmer Cristian Ianu, der nach sieben Runden die Torschützenliste der Axpo Super League anführte und als Lebensversicherung des FCA galt, ist seit mittlerweile 1369 Minuten (!) ohne Treffer.

Der FC Luzern schwebt derzeit auf Wolke sieben. Die Equipe von Rolf Fringer hat aus den letzten sechs Partien 14 Punkte geholt. Dank dieser eindrucksvollen Marke schoben sich die Luzerner über den Strich. Jetzt wollen sie gegen Bellinzona den Schwung ausnützen.

Spielplan:
Super League. 30. Runde. Am Samstag (beide 17.45 Uhr): Bellinzona - Luzern, Sion - Aarau. - Am Sonntag (16 Uhr): Vaduz - Basel, Neuchâtel Xamax - Grasshoppers. 20.15 Uhr (live SF2): FC Zürich - Young Boys.

(ht/sda)

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