Blocher will «Flüchtlings-Lehre» schaffen

publiziert: Sonntag, 2. Okt 2005 / 10:42 Uhr

Bern - Bundesrat Christoph Blocher will in der Schweiz eine «Flüchtlings-Lehre» für definitiv aufgenommene Asylbewerber schaffen.

Bundesrat Blocher will mit Flüchtlings-Lehre Millionen einsparen.
Bundesrat Blocher will mit Flüchtlings-Lehre Millionen einsparen.
3 Meldungen im Zusammenhang
Gegenwärtig arbeiteten bloss etwa 23 Prozent der erwerbsfähigen Flüchtlingen, die für immer aufgenommen sind, sagte Blocher in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Alle anderen lebten von der Sozialhilfe und seien dementsprechend schlecht integriert. Das müsse sich ändern.

Tüchtige haben Aufstiegschancen

Ihm schwebe eine Art «Flüchtlingsschulung» vor, die den Einstieg ins normale Arbeitsleben ermögliche. Das Konzept werde momentan erarbeitet, sagte Blocher. «Ich könnte mir vorstellen, dass diese so genannte Flüchtlings-Lehre zwischen wenigen Monaten und maximal einem Jahr dauert.»

Die Lehre soll den beruflichen Fähigkeiten der Flüchtlinge angepasst sein. Hätten die Flüchtlinge dann erst mal einen Job und seien sie tüchtig, würden sie rasch aufsteigen, zeigte sich Blocher überzeugt. Das habe er in seinem eigenen Unternehmen beispielsweise mit Tamilen erlebt.

Ausbildung vom Staat

Anbieten soll die Ausbildung der Staat, in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Blocher ist überzeugt, dass mit der Massnahme nicht nur die Integration gefördert wird, sondern auch Kosten gespart werden können.

Die Finanzierung der Ausbildung komme günstiger, als wenn jemand jahrelang von der Sozialhilfe lebe, obwohl er arbeiten könne, sagte er.

Millionen einsparen

Insgesamt sieht Blocher im Asylbereich Raum, um Millionen einzusparen. Momentan erarbeite sein Departement ein Programm, um die Kosten um jährlich 200 Mio. Franken zu senken, sagte er. Heute koste jeder Flüchtling Bund und Kantone insgesamt eine Million Franken. Das sei Unsinn.

(smw/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mit der Verschärfung können Flüchtlinge ohne Reisepapiere vom Asylverfahren ausgeschlossen werden
Bern - Der Nationalrat ist bei der ... mehr lesen
Bern - Das Bundesamt für Migration ... mehr lesen
Bei der Rückführung bekommen die Kantone Unterstützung. (Bild: Archiv)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Nach Einschätzung von «Kinderkrebs Schweiz» kommt es in 20% der Fälle zu einer endgültigen Ablehnung.
Nach Einschätzung von «Kinderkrebs ...
Versicherungen Der Bundesrat sieht sich nicht veranlasst, die Einzelvergütung von Medikamenten speziell bei krebskranken Kindern zu verbessern. Seiner Einschätzung, die Krankenversicherer würden den jährlich rund 270 eingereichten Gesuchen für eine Kostengutsprache nahezu zu hundert Prozent entsprechen, widerspricht der Dachverband «Kinderkrebs Schweiz». mehr lesen  
Vernetzte Geräte müssen die Privatsphäre ihrer Benutzerinnen und Benutzer besser schützen. Neue Bestimmungen in der Verordnung des BAKOM über Fernmeldeanlagen (VFAV) erhöhen die Cybersicherheit von bestimmten, auf dem Schweizer Markt erhältlichen, drahtlosen Geräten wie Smartphones, Smartwatches, Fitness-Trackern und drahtlosen Spielzeugen. Die Revision tritt am 1. September 2022 in Kraft. mehr lesen  
Registrierte Arbeitslosigkeit im Juni 2022  Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Juni 2022 ... mehr lesen  
Die Arbeitslosenquote sank im letzten Monat von 2,1% auf 2,0%.
Mitmachen erwünscht  Das Bundesamt für Kultur (BAK) aktualisiert zum zweiten Mal die seit 2012 bestehende «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz». Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, lebendige Traditionen für die Aktualisierung vorzuschlagen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 12°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Nebelfelder
Basel 12°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 10°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 11°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 12°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Nebelfelder
Genf 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 14°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten