Blutbad durch Selbstmordanschläge

publiziert: Freitag, 7. Apr 2006 / 19:53 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Apr 2006 / 20:23 Uhr

Bagdad - In der Bagdader Baratha-Moschee sprengten sich nach dem Freitagsgebet drei Selbstmordattentäter in die Luft und richteten ein Blutbad an.

Der Anschlag erfolgte zum Ende des Freitagsgebets, als die Gläubigen aus der Baratha-Moschee kamen. (Archivbild)
Der Anschlag erfolgte zum Ende des Freitagsgebets, als die Gläubigen aus der Baratha-Moschee kamen. (Archivbild)
Erneut ist im Irak eine schiitische Moschee Ziel eines verheerenden Anschlags geworden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 79 Menschen getötet und 164 verletzt. Der Vorbeter der Moschee berichtete, zunächst habe ein Attentäter im Inneren der Moschee einen Sprengsatz gezündet.

Daraufhin seien die Gläubigen in Panik zum Ausgang geströmt. In dem Chaos hätten sich dann zwei weitere Täter in die Luft gesprengt, sagte Vorbeter Dschalaluddin el Saghir im TV-Sender El Arabija.

Saghir wollte nicht ausschliessen, dass er selbst das Ziel der Attentäter gewesen sei. Saghir ist Parlamentsabgeordneter der von Schiiten dominierten Vereinigten Irakischen Allianz, die die grösste Fraktion im Parlament stellt.

Saghir beschuldigte sunnitische Politiker

Mit seinen Freitagspredigten, in denen er mit Nachdruck für die Rechte der schiitischen Bevölkerungsmehrheit eintritt, lockt er jede Woche tausende Gläubige in die Baratha-Moschee. Saghir beschuldigte sunnitische Politiker, das Attentat auf seine Moschee angestiftet zu haben.

In der sunnitischen Presse sei behauptet worden, dass sich in der Baratha-Moschee ein Internierungslager für Sunniten sowie Massengräber befänden.

Serie ähnlich verheerender Gewalttaten

Das Attentat reiht sich ein in eine Serie ähnlich verheerender Gewalttaten im Irak in den vergangenen Wochen und Monaten. Damit wollen Rebellen im Irak offensichtlich Hass zwischen den rivalisierenden Religionsgruppen schüren, um den Demokratisierungsprozess zu stoppen und das Land ins Chaos zu stürzen.

Erst am Donnerstag waren bei einem Autobombenanschlag in der Nähe eines der wichtigsten Schiiten-Schreine im südirakischen Nadschaf mindestens 13 Menschen getötet worden.

Im Februar hatte ein folgenschweres Attentat auf ein schiitisches Heiligtum im nordirakischen Samarra zahlreiche Racheakte zwischen Schiiten und Sunniten ausgelöst. Hunderte Menschen wurden seitdem getötet.

(smw/sda)

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