Bluttat von Gossau war kein Mord

publiziert: Dienstag, 18. Nov 2008 / 12:09 Uhr

St. Gallen - Der 55-jährige Mann, der im Oktober 2005 seine 24-jährige Ex-Freundin und deren 20-jährige Kollegin in Gossau erschossen hat, muss wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung 15 Jahre ins Gefängnis. Für das Kantonsgericht St. Gallen war es kein Mord.

Der Täter erhielt eine Strafmass-Minderung von drei Jahren.
Der Täter erhielt eine Strafmass-Minderung von drei Jahren.
Das Kreisgericht Untertoggenburg-Gossau hatte den aus Serbien stammenden Schweizer im Sommer vorigen Jahrs wegen mehrfachen Mords zu einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren verurteilt. Von einer Verwahrung, wie es die Staatsanwaltschaft beantragt hatte, sah das Kreisgericht ab, stattdessen ordnete es eine Psychotherapie an.

Gegen das Urteil appellierte der Mann. Die Berufungsverhandlung fand am Montag vor dem Kantonsgericht statt. Der Verteidiger sagte, sein Mandant habe im Affekt gehandelt und darum wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren zu verurteilen.

Er berief sich auf medizinische Gutachen, die dem Mann eine psychische Störung attestierten. All diese Gutachten seien vom Kreisgericht bei seiner Urteilsfindung schlicht ignoriert worden.

Gericht folgt Verteidigung

Für den Untersuchungsrichter, der die Staatsanwaltschaft an Schranken vertrat, lag der Fall anders. Der Mann habe seine Tat «kaltblütig geplant». Er habe einfach nicht verkraftet, dass sich die junge Ex-Freundin einem jüngeren Mann zugewandt hatte. Der Mann habe sogar noch die Nerven gehabt, seinen Revolver nachzuladen.

Das Kantonsgericht folgte bei der Qualifikation der Tat dem Antrag der Verteidigung. Es verurteilte den Mann wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren, wie es mitteilte. Damit reduzierte es das Strafmass gering.

(ht/sda)

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