Börsen überwinden Schock

publiziert: Donnerstag, 7. Jul 2005 / 18:45 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Jul 2005 / 20:59 Uhr

Zürich - Die Aktienmärkte haben nach anfänglichen Panikreaktionen auf die Anschläge in London einen Teil der Verluste schnell wieder wettgemacht. Ökonomen erwarten von den Bombenattentate keinen dauerhaften Schaden für die Wirtschaft.

Der Schweizer Leitindex SMI sackte kurz nach 11 Uhr um bis zu 3,1 Prozent ab.
Der Schweizer Leitindex SMI sackte kurz nach 11 Uhr um bis zu 3,1 Prozent ab.
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Die Verluste der Schweizer Aktien fielen nicht ganz so hoch aus wie an den anderen europäischen Börsen. Der SMI sackte bis auf 6113,14 Zähler ab und schloss dann noch um 0,93 Prozent schwächer mit 6250,57 Punkten.

Nachdem der Standardwerteindex kurzfristig unter Unterstützungen gefallen war, kehrte er wieder in die Handelsspanne 6170 bis 6310 Zähler zurück. 26 insgesamt 27 Standardwerte gaben nach. Der breite SPI verlor 0,91 Prozent auf 4755,78 Punkte.

Reiseunternehmen und Versicherer betroffen

Besonders schwer traf der erste Schock die Aktien von Reiseunternehmen und Versicherern. Auch die Aktien der Zurich und des Lebensversicherers Swiss Life sackten zwischenzeitlich gegen vier Prozent ab.

An der Londoner Börse halbierte der FTSE-Index seine Verluste. Er notierte noch 1,5 Prozent schwächer auf 5152 Zählern. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stand am Nachmittag noch knapp zwei Prozent im Minus.

Keine dauerhaften Schäden

Das deutlichste Zeichen für die Normalisierung der Lage war der relativ freundliche Start der US-Börsen. Der Dow Jones notierte eine Stunde nach Handelsbeginn um 0,79 Prozent im Minus bei 10 189 Punkten, während der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,69 Prozent auf 2054 Punkte einbüsste.

Ökonomen betonten, sie rechnen nicht mit dauerhaften Schäden für Konjunktur und Börsen. "Im Augenblick gehe ich nur von einem momentanen Einbruch aus", sagte ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb. Einen Grund, an den Konjunkturprognosen zu rütteln, gebe es nicht.

(bert/sda)

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