Bomben treffen erneut Wohnkomplex
publiziert: Donnerstag, 27. Mrz 2003 / 16:44 Uhr / aktualisiert: Freitag, 28. Mrz 2003 / 03:23 Uhr

Bagdad - Die US-geführten Streitkräfte haben bei Luftangriffen südlich von Bagdad nach irakischen Angaben erneut einen Wohnkomplex getroffen. Der Generaldirektor des irakischen Informationsministeriums sprach von vielen Toten und Verletzten.

Bei dem Angriff sei Jussufijeh etwa 30 Kilometer südlich der irakischen Hauptstadt beschossen worden. Weitere Angaben gab es nicht.

Bereits am Mittwoch war bei den Bombardements der Alliierten ein Wohnviertel in Bagdad getroffen worden. Dabei starben nach irakischen Angaben 14 Menschen.

amnesty international forderte inzwischen die sofortige und unabhängige Untersuchung aller Vorfälle mit zivilen Todesopfern im Irak-Krieg.

Verschiedene Gefechte gab es für die US-geführten Truppen auch auf ihrem Weg nach Bagdad. Der Nachrichtensender CNN meldete Panzerkämpfe an einer nicht genannten Stelle südlich der Hauptstadt.

Nahe der Stadt Nasirija soll sich ein Zwischenfall ereignet haben, bei dem bis zu 30 US-Soldaten durch irrtümlichen Eigenbeschuss zum Teil schwer verletzt worden seien. Dies berichtete ein Reporter der britischen Fernsehstation ITV.

Das US-Militär hat derweil in Nordirak die Ankunft von mehreren tausend weiteren US-Soldaten zur Eröffnung einer Nordfront vorbereitet. Zuvor waren in der Nacht Fallschirmjäger in Nordirak gelandet und hatten einen Fluglandeplatz gesichert.

Die oberste Priorität der von den US-Truppen gebildeten Nordfront in Irak ist nach britischen Angaben jedoch nicht ein Angriff auf Bagdad, sondern die Unterstützung der kurdischen Stellungen.

Der Schwerpunkt ist es, zu den kurdischen Stellungen zu gelangen, sich mit ihnen zu verbinden und dann eine undurchlässige Front zu bilden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus britischen Verteidigungskreisen in London. Derzeit sei das Hauptanliegen, die Region zu stabilisieren.

(bert/sda)

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