Bootsunglück: Kaum noch Hoffnung für Vermisste
publiziert: Dienstag, 10. Mrz 2009 / 08:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 10. Mrz 2009 / 16:22 Uhr

Bangkok - Nach dem Tauchboot-Unfall vor Phuket hat die thailändische Marine die Leiche einer Touristin aus dem Meer geborgen. Die Polizei konnte die Frau zunächst nicht identifizieren. Für die übrigen sechs Vermissten gibt es kaum noch Hoffnung.

Unter den Vermissten befinden sich auch zwei Schweizer.
Unter den Vermissten befinden sich auch zwei Schweizer.
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Die Chance, dass sie lebend gefunden werden, ist nach Angaben der thailändischen Behörden verschwindend klein.

Die Touristen waren auf einer viertägigen Tauchsafari zu den Similan-Inseln. Ihr knapp 30 Meter langes Boot kam auf dem Rückweg rund 30 Kilometer vor Phuket am Sonntagabend plötzlich in einem Sturm und kenterte.

23 Insassen, die sich auf zwei Schlauchboote gerettet hatten, konnten von Fischern geborgen werden. Sechs Touristen - drei Österreicher, zwei Schweizer und eine Person aus Japan - sowie ein thailändisches Besatzungsmitglied schafften es nicht auf die Schlauchboote.

Laut dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gelten die beiden Schweizer weiterhin als vermisst. Die Schweizer Botschaft habe zudem Kontakt zu Überlebenden des Unglücks aufgenommen, um abzuklären, ob die Touristen Hilfe benötigten, sagte EDA-Sprecher Georg Farago.

In Wrack eingeschlossen?

Die Marine vermutet die Opfer im Wrack des gesunkenen Bootes. «Wenn wir die anderen Vermissten nicht bald finden, werden wir Taucher zum gesunkenen Boot schicken um zu sehen, ob sie dort eingeschlossen sind», sagte Wanlop Phuangbaka, Offizier der Seepolizei.

Das Boot gehörte der Tauchschule «Dive Asia» unter deutschem Management. Die «Choke Somboon» war nach Auskunft von Geschäftsführer Jürgen Schenker erst im Oktober 2008 in Dienst gestellt worden.

23 Insassen gerettet

Den Angaben zufolge war das Schiff auf dem Weg zu den Similan-Inseln, als es in einem plötzlich aufkommendem Sturm vor dem Patong-Strand kenterte. 23 Insassen, die sich auf zwei Schlauchboote gerettet hatten, konnten von Fischern geborgen werden.

In Phuket trafen unterdessen die ersten Angehörigen ein, wie Jürgen Schenker von der Tauchschule «Dive Asia» erklärte. Das knapp 30 Meter lange Boot, die «Choke Somboon», war erst Ende Oktober vergangenen Jahres in Dienst gestellt worden, sagte Schenker weiter.

Es sei am späten Sonntagabend plötzlich von Sturmwellen gepackt worden und gekentert. Überlebende empfanden das Geschehen nach eigenen Angaben wie einen Tornado, der aus dem Nichts auftauchte.

(ht/sda)

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