Britische Minister immer mehr unter Druck
publiziert: Dienstag, 2. Jun 2009 / 13:24 Uhr

London - Im britischen Spesenskandal geraten Minister aus dem Kabinett von Premier Gordon Brown zunehmend unter Druck. Finanzminister Alistair Darling und Verkehrsminister Geoff Hoon entschuldigten sich für falsche Abrechnungen und kündigten Rückzahlungen an.

Verkehrsminister Geoff Hoon: Entschuldigung und Rückzahlung - kein Rücktritt.
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In beiden Fällen hatten die beiden in ihrer Abgeordnetenfunktion zeitgleich Kosten für zwei verschiedene Zweitwohnungen abgerechnet. Beide Minister sprachen von einem Versehen.

Sie hatten Kosten für mehrere Monate im voraus in Rechnung gestellt, wechselten aber in diesem Zeitraum ihre Zweitwohnungen. Britische Parlamentarier dürfen aber nur eine Unterkunft zur Zweitwohnung erklären und für diese Spesen abrechnen.

Zwei Tage vor der Europa- und Kommunalwahl in Grossbritannien deutet vieles auf eine Ablösung Darlings als Finanzminister hin. Regierungschef Brown hatte zuvor bei mehreren Interviews keine Garantie für einen Verbleib seines wichtigsten Ministers im Kabinett abgegeben.

Neben dem Fehler in der Spesenabrechnung wird Darling auch zur Last gelegt, dass er häufiger seine Zweitwohnsitz gewechselt und der Öffentlichkeit auch die Kosten für seinen privaten Steuerberater in Rechnung gestellt hatte.

Darling könnte seinen Posten schon in den nächsten Tagen bei einer Kabinettsumbildung verlieren. Diese wird wegen des absehbaren Debakels von Browns regierender Labourpartei bei den Europa- und Kommunalwahlen Ende dieser oder Anfang nächster Woche erwartet.

(fest/sda)

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