Britische Opposition fordert Irak-Untersuchung

publiziert: Montag, 2. Feb 2004 / 13:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 2. Feb 2004 / 13:52 Uhr

London - Die Opposition im britischen Unterhaus hat Premierminister Tony Blair aufgefordert, nach dem Vorbild der USA die Geheimdienstinformationen über die Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen überprüfen zu lassen.

Die UNO-Inspektoren bei ihrer Abreise aus dem Irak im letzten Januar.
Die UNO-Inspektoren bei ihrer Abreise aus dem Irak im letzten Januar.
Ich hoffe, dass Tony Blair nicht weiter isoliert bleiben wird, sagte der konservative Oppositionsführer Michael Howard im britischen Fernsehen. Jeder erkennt doch jetzt, dass bei den Geheimdienstinformationen etwas schief gegangen ist.

Es sei interessant, dass US-Präsident George W. Bush dies nun anscheinend von einer unabhängigen Kommission untersuchen lassen wolle. Auch die britischen Liberaldemokraten und einzelne Abgeordnete aus Blairs Labour-Partei forderten eine Untersuchung darüber, ob sich die Geheimdienste in der Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen getäuscht hätten.

Die Regierung Blair lehnt eine solche Untersuchung bisher jedoch ab. Es würde wenig bringen, sagte Justizminister Lord Falconer, ein Vertrauter von Blair. Allerdings berichteten am Montag mehrere Zeitungen, Blair wolle in Kürze erstmals zugeben, dass im Irak wohl keine Massenvernichtungswaffen mehr auffindbar seien.

Unterdessen deuten sechs verschiedene Umfragen darauf hin, dass der für Blair so positiv ausgefallene Untersuchungsbericht von Lordrichter Hutton die Öffentlichkeit nicht überzeugt hat. So bezeichnete in einer Umfrage des Fernsehsenders ITV mehr als die Hälfte der Befragten den Bericht als ein einseitiges Reinwaschen der Regierung.

Hutton war zu dem Schluss gekommen, dass die Regierung keine Mitverantwortung für den Selbstmord des Waffenexperten David Kelly trägt.

(bsk/sda)

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