Britische Regierung läutet neue Ära ein
publiziert: Mittwoch, 12. Mai 2010 / 07:03 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Mai 2010 / 22:32 Uhr

London - Die britische Koalitionsregierung hat an ihrem ersten Arbeitstag eine neue Ära in der Politik des Landes angekündigt. Premierminister David Cameron versprach an der Seite des Vize-Premiers Nick Clegg «historische Veränderungen».

5 Meldungen im Zusammenhang
Nationale Interessen sollten in der ersten Koalition seit rund 70 Jahren über Parteiinteressen stehen. «Die Arbeit wird hart und schwierig», sagte Cameron in seiner ersten Rede als Premier.

«Bei einer Koalitionsregierung gibt es alle möglichen Herausforderungen. Aber ich glaube, dass wir gemeinsam die starke und stabile Regierung bilden können, die unser Land braucht.»

Die neue Regierung aus Camerons konservativen Tories und Cleggs Liberaldemokraten erklärte den Kampf gegen den Schuldenberg und die wirtschaftliche Erholung des Landes zu den zentralen Zielen ihrer Regierungsarbeit.

Zeitplan für wichtige Massnahmen

Der Koalitionsvertrag sieht vor, binnen 50 Tagen einen Nothaushalt mit ersten Kürzungen von rund sechs Milliarden Pfund (knapp 10 Milliarden Franken) auf den Weg zu bringen. Dabei sollen eher Kosten gesenkt als Steuern erhöht werden.

Weiter ist eine Bankenabgabe geplant. Die von Labour vorgesehene Erhöhung der Lohnsteuer soll zurückgenommen werden. Das Haushaltsdefizit beläuft sich derzeit auf 163,4 Milliarden Pfund, das entspricht 11,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Der Euro soll in Grossbritannien nicht eingeführt werden. Zudem sollen keine weiteren Befugnisse an die EU abgetreten werden.

Minister ernannt

Zum Aussenminister ernannte Cameron den früheren Tory-Parteichef William Hague. Der 49-Jährige gilt als EU-skeptisch, vertritt jedoch seit einiger Zeit gemässigtere Positionen.

Finanzminister wird der finanzpolitische Sprecher der Tories, der 38-jährige George Osborne. Neben Clegg sind auch vier liberaldemokratische Minister im Kabinett vertreten, darunter Vince Cable als neuer Wirtschaftsminister.

Gratulationen

Der neue Premierminister - mit 43 Jahren der jüngste seit fast 200 Jahren - erhielt Gratulationen aus der ganzen Welt. Als erster rief ihn US-Präsident Barack Obama an, der ihn für Juli gleich in die USA einlud.

Es folgten die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Die russische Regierung äusserte ihre Hoffnung auf eine Verbesserung der Beziehungen, die unter Labour arg gelitten hatten.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Das britische Parlament hat ... mehr lesen
Bei Eurorettung zurückhaltend, will man trotzdem mitreden: David Cameron.
Der neue britische Aussenminister William Hague reist in die USA.
London - Nach nur zwei Tagen im Amt ist der neue britische Aussenminister William Hague am Freitag zu einem Antrittsbesuch in den USA aufgebrochen. Im Mittelpunkt der Gespräche mit ... mehr lesen
London - Eine Woche nach den ... mehr lesen
David Cameron will den Schuldenberg abbauen.
Gordon Brown wird wohl keine zweite Amtszeit mehr erleben.
London - Vier Tage nach den ... mehr lesen
London - Nach den Verlusten seiner ... mehr lesen
Wenig Unterstützung für den amtierenden Premierminister. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Der Schweizer Journalist Peter Achten.
Als Peter Achten am 26. März verstorben ist, ging einer der grossen Journalisten der Schweiz von uns. Ein Journalist, der, als news.ch noch aktiv publizierte, auch sechs Jahre für VADIAN.NET tägig war und zwischen 2010 und 2016 gute 300 Kolumnen über China, Vietnam, Birma und Asien im Allgemeinen für uns verfasst hat. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 12°C 21°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 12°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 10°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 11°C 21°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 12°C 20°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 10°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 15°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten