Bührer neuer Präsident von economiesuisse

publiziert: Montag, 20. Nov 2006 / 21:45 Uhr

Zürich - Der Schaffhauser FDP-Nationalrat Gerold Bührer ist erwartungsgemäss zum Präsidenten des Wirtschaftsdachverbandes economiesuisse gewählt worden.

Gerold Bührer will nicht mehr für den Nationalrat kandidieren.
Gerold Bührer will nicht mehr für den Nationalrat kandidieren.
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Bührer sei einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt worden, teilte economiesuisse am Montagabend mit. Er tritt die Nachfolge von Ueli Forster an. Forster hatte seinen Rücktritt als Präsident bereits auf den September geplant, musste aber seine Aufgaben weiterführen, nachdem sein designierter Nachfolger Andreas Schmid nur wenige Tage vor Amtsantritt verzichtet hatte.

Ein Lückenbüsser ist Bührer in dieser Situation allerdings nicht. Schmid war umstritten, weil er der Zürcher Finanzwelt zugerechnet wurde. Bührer hingegen gilt als integrierender Vertreter der Industrie, nicht zuletzt auch der mittelständischen Betriebe.

Dieses Image dürfte dem früheren Finanzchef und heutigen Verwaltungsrat des Industriekonzerns Georg Fischer zugute kommen: Denn innerhalb des Verbandes ist ein Richtungsstreit entbrannt. Vertreter des Werkplatzes Schweiz fühlten sich gegenüber globalen Finanz- und Pharmaunternehmen zunehmend benachteiligt.

Bührer hilft damit dem Verband aus der Patsche

Wichtige Branchenverbände fühlten sich im Dachverband nicht mehr genügend gut aufgehoben und drohten mit dem Austritt. Erst am vergangenen Freitag hat der Verband der Metall-, Elektro- und Maschinenindustrie (Swissmem) den angedrohten Austritt zurückgenommen.

Bührer soll nun den Verband in ruhigere Gewässer führen. Der studierte Ökonom hat angekündigt, dass er bei einer Wahl zum Präsidenten von economiesuisse 2007 nicht mehr für den Nationalrat kandidieren will. Das Präsidium wird ehrenamtlich geführt.

(li/sda)

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