Regierung kritisiert Repower

Bündner stimmen über Kohlekraft-Pläne ab

publiziert: Mittwoch, 19. Okt 2011 / 16:24 Uhr
Kohle sei der umweltschädlichste Energieträger in der Stromproduktion.
Kohle sei der umweltschädlichste Energieträger in der Stromproduktion.

Chur - Die Bündner Stimmberechtigten werden bei den umstrittenen Kohlekraftwerk-Plänen des Energiekonzerns Repower mitreden können. Die kantonale Volksinitiative «Strom ohne Kohlekraft» ist mit 4427 Unterschriften eingereicht worden.

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Für das Zustandekommen des Volksbegehrens sind 4000 Signaturen nötig. Diese Vorgabe zu erfüllen, sei einfach gewesen, betonten die Initianten am Mittwoch in Chur. Kaum eine um Unterschrift angefragte Person habe abgewunken.

Die Initiative wird von 14 Organisationen und Parteien getragen, darunter WWF, Pro Natura, SP, JUSO, GLP und Grüne. Die Initiative verlangt vom Kanton, dafür zu sorgen, dass Unternehmen mit Kantonsbeteiligung nicht in Kohlekraftwerke investieren.

Das Volksbegehren wurde lanciert, um Kohlekraft-Projekte der Repower in Italien und Deutschland zu stoppen. Der Kanton Graubünden ist mit einer Beteiligung von 46 Prozent der grösste Aktionär des Konzerns.

Kohle sei der mit Abstand umweltschädlichste Energieträger in der Stromproduktion, warnen die Initianten. Die geplanten Kohlekraftwerke im norddeutschen Brunsbüttel und in Saline Joniche in Kalabrien würden rund 40 Prozent der CO2-Emissionen der ganzen Schweiz ausstossen oder 14 Mal so viel wie der Kanton Graubünden.

Regierung kritisiert Repower

Ebenfalls am Mittwoch äusserte sich die Kantonsregierung erstmals zum Vorgehen der Repower in Kalabrien. «Wir erwarten vom Verwaltungsrat, dass er den Vorwürfen zu Vorgängen in Saline Joniche nachgeht», sagte Regierungspräsident Martin Schmid im Kantonsparlament auf Anfrage eines Sozialdemokraten.

Das Unternehmen hatte Ende September gegenüber der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens zugegeben, italienische Befürworter des Kohlekraftwerkes finanziell unterstützt zu haben. Auch wurde Kritik laut, das Unternehmen beeinflusse die Stimmung in Kalabrien mit unlauteren Mitteln zu seinen Gunsten.

«Es ist nicht Sache des Unternehmens, Beiträge an Gruppierungen zu leisten, die in Italien in die politische Meinungsbildung involviert sind», erklärte der Regierungspräsident.

(bg/sda)

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