Bürgerliche üben Kritik an Sozialdirektorin Olibet
publiziert: Donnerstag, 2. Jul 2009 / 22:53 Uhr

Bern - Der Schlussbericht zur Sozialhilfe in Bern hat heute Abend im Stadtrat viel zu reden gegeben. Die bürgerlichen Parteien kritisierten die sozialdemokratische Sozialdirektorin Edith Olibet aufs heftigste.

Edith Olibet wurde stark kritisiert.
Edith Olibet wurde stark kritisiert.
Eine PUK abgelehnt, zwei Berichte durchgewunken, aber trotzdem jede Menge Kritik an der Sozialhilfe: Im Berner Stadtparlament wurde zum wiederholten Mal eine Redeschlacht zur Sozialhilfe geführt.

Anlass dazu boten der umstrittene Schlussbericht der Stadtregierung zur Sozialhilfe in Bern und ein Kommissionsbericht über angebliche Behinderungen des Finanzinspektorats bei der Kontrolle und Prüfung von missbrauchsverdächtigen Sozialhilfedossiers.

Der Gemeinderat habe seine Führungsrolle in sträflicher Weise vernachlässigt, die Probleme schöngeredet und keine klaren Aufträge erteilt, lautete der Tenor. Die FDP erneuerte ihre Rücktrittsforderung an die Adresse Olibets und erhielt dabei Unterstützung von der SVP.

SP und Grüne verteidigten den Gemeinderat weitgehend und forderten die Rückkehr zur Sachlichkeit. Die Kritik ziele klar auf die Frau und wolle die Sozialhilfe generell herunterfahren, sagte Thomas Göttin namens der Sozialdemokraten.

(sl/sda)

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