Bulgarien beschliesst Neustart von Atomreaktoren
publiziert: Freitag, 23. Jan 2009 / 11:13 Uhr / aktualisiert: Freitag, 23. Jan 2009 / 21:52 Uhr

Sofia - Trotz der Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen hat das bulgarische Parlament den Neustart von zwei Reaktoren im umstrittenen Atomkraftwerk Kosloduj an der Donau beschlossen.

Das wird die EU nicht freuen: Bulgarien ignoriert einfach Vereinbarungen mit der Europäischen Union.
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Die Regierung wurde beauftragt, in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission das Anfahren der beiden 2007 abgeschalteten 440-Megawatt-Blöcke sowjetischer Bauart vorzubereiten. Die Entscheidung wurde mit der Gaskrise sowie der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise begründet.

Rechtlich besteht laut EU für Bulgarien eine Ausnahmemöglichkeit, um das Wiederanfahren der Reaktoren befristet zu genehmigen. Bei aussergewöhnlichen Umständen kann in Brüssel innerhalb von drei Jahren nach dem EU-Beitritt ein Neustart beantragt werden.

Diese Frist läuft für das 2007 beigetretene Bulgarien erst Ende 2009 ab. Dennoch stellt die EU hohe Auflagen.

Sichere Reaktoren?

Die umstrittenen Reaktoren wurden wegen Sicherheitsbedenken unmittelbar vor dem EU-Beitritt des Balkanlandes 2007 abgeschaltet. Dies gehörte zu den Voraussetzungen für seine EU-Mitgliedschaft, doch viele Politiker in Sofia hatten schon damals die Stilllegung als «einen politischen Fehler» kritisiert.

In den letzten zwei Jahren gingen die bulgarischen Stromexporte in die Nachbarländer drastisch zurück. Bulgarien will nun durch mehr Stromexporte seine finanziellen Verluste vom zweiwöchigen Gasausfall kompensieren. Die am schwersten betroffenen Unternehmen berichteten von Verlusten von rund 100 Millionen Euro.

(bert/sda)

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Ob dieser Beschluss
der Bulgarischen Regierung, die sich damit ja offensichtlich über eine der damaligen Voraussetzungen für eine Aufnahme in die EU hinwegsetzt, das Abstimmungsverhalten der Schweizer positiv beeinflussen wird?

Immerhin ist Bulgarien noch etwas näher als Tschernobyl ...
Hoffentlich...
geht der Wind beim Crash in die richtige Richtung..
.
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