Bundesrat Schmid: «Dulde Entwicklung in der SVP nicht»

publiziert: Dienstag, 24. Jun 2008 / 12:12 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Jun 2008 / 18:41 Uhr

Bern - Bundesrat Samuel Schmid nimmt zu Hermann Weyeneths Verratsvorwurf nicht Stellung, wie sein Sprecher auf Anfrage sagte. Er verwies auf die Erklärung von Schmid zuhanden der Delegiertenversammlung der Berner SVP.

Samuel Schmid ist von seinen bisherigen Freunden enttäuscht.
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Darin hält der Bundesrat fest, dass es ihm nicht leicht falle, die SVP nach 40-jähriger Parteizugehörigkeit zu verlassen. Er könne und wolle aber nicht länger dulden, wie sich die Partei von ihrer ursprünglichen Ausrichtung als Volkspartei wegentwickle.

In der Partei sei eine differenzierte Argumentation nicht mehr möglich, wirft Schmid der SVP vor. Zudem fehle die Einsicht, dass politische Zusammenarbeit notwendig sei. Andere Meinungen würden nicht mehr respektiert. Der Ausschluss der Bündner SVP sei nur ein Beispiel einer langen Entwicklung.

Schmids Präsenz nicht mehr erwünscht

Er hätte seine Haltung den Delegierten der Berner SVP am Montag gerne persönlich darlegen wollen, schreibt Schmid weiter. «Leider war meine Präsenz nicht mehr erwünscht.» Das habe er zu akzeptieren, auch wenn er es bedauere.

Zum wiederholten Male bekräftige Schmid, dass er der Landespartei der am Samstag gegründeten Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) beitreten wolle. Dies solle im kommenden August geschehen.

Entscheid tue weh

Der Entscheid, sei hart und tue weh. Er habe aber eine Loyalität gegenüber seiner Überzeugung. Er habe aber eine Loyalität gegenüber seiner Überzeugung.

Hermann Weyeneth, ehemaliger Nationalrat und Ex-Präsident der Berner SVP, hatte Schmid am Dienstag in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» Verrat vorgeworfen.

Gasche will sein Amt nicht aufgeben

Unterdessen hat der Berner Regierungsrat Urs Gasche, ehemals SVP und nun Mitglied der neu gegründeten Bürgerlich-Demokratischen Partei, bekannt gegeben, dass er nicht von seinem Amt zurücktreten wird. Das hatte die Berner SVP gefordert. Wie Ständerat Luginbühl verweist er auf seine breite Wählerbasis.

Er sei durch eine Majorzwahl, eine Volkswahl ins Amt gekommen. «Meine Basis ist grösser als die etwa sechzig Prozent, die an einer aufgeheizten Delegiertenversammlung den Rücktritt forderten», sagte Gasche auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «Immerhin vierzig Prozent wagten es, Nein zu stimmen.»

(fest/sda)

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... ist mir und sicher vielen anderen SchweizerInnen, als Wähler, seit Jahrzehnten bekannt! Immer wieder sorgte dieser ECHTE (BGB?) SVP-ler - nicht selten leicht stur und (auch) nicht gerade korrekt in seinen Aussagen und seinem Ausdruck - für Unverständnis ob seiner (auch) als grob empfundenen Rede ... Weyeneth hat mich aus diesem Grund einfach nie ganz beeindrucken können.

Dazu war er meistens einfach zu schroff, meines Erachtens oft auch schlicht ungerecht, ist es offenbar heute noch, was auch seine akuelle Haltung gegenüber Bundesrat Schmid zeigt.

Wenn jemand vergessen hat (bereits ...!), was da von den Herren der SVP-Schweiz-Spitze gegen Herrn Schmid, jahrelang immer wieder Verletzendes, Beleidigendes so daher gesagt wurde, der muss gehörlos oder blind sein.
Herr Weyeneth bedaure ich für diese 'Fähigkeit' weg zu sehen und weg zu hören - bei anderen Gelegenheiten hat es ihm genützt .... Jetzt (dieses Mal), so hoffe ich, geht der Schuss hinten hinaus!!
Alles Gute der BDP
Ich kann mich den Zeilen von "Bandido" nur anschliessen.
Im Kanton Graubünden ist die BDP ja bereits gegründet und mir steht somit
nichts mehr im Wege, dieser Partei beizutreten.
Wir drücken Schmid die Daumen
dass er es wirklich diesmal schafft.
Oder doch nochmals Überlegen ??
Toi toi toi BDP
Falls es die BDP schafft ein Parteiprogramm wie das der SVP in einer anständigen und respektvollen Weise zu implementieren, werde ich das nächste Mal sicher BDP stimmen (Falls Sie eine Sektion in St. Gallen eröffnen ;-)

Viele Bürgern der Schweiz hängen die bestehenden Parteien zum Halse raus
(und mir auch):
- SP: Die Linken und Netten, von denen einige am liebsten alles verstaatlichen würden
- CVP: Die, die Fahne immer so in wind hängen wie er halt grad bläst
- FDP: Die richtungslosen Nichtswisser und Nichtssager
- SVP: Wenn die so weitermachen sind sie in 3 Jahren eine Art schweizerischer NPD

Also, toi toi toi BDP. Macht so weiter wie bisher, übernehmt die guten Standpunkte und die klaren Aussagen eurer Mutterpartei, aber bitte auf eine anständige und menschenwürdige Weise.
Und zerfleischt Euch nicht gegenseitig wenn mal was nicht grad klappt. Wenn Ihr das schafft, dann habt Ihr in ein paar Jahren einen eigenen Bundesratssitz, und zwar einen der dann wirklich offiziell euch gehört.
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