Bundesrat will nichts tun

Bundesrat will «geplante Obsoleszenz» nicht bekämpfen

publiziert: Donnerstag, 23. Aug 2012 / 13:37 Uhr
Vermutet wird geplante Obsoleszenz heute in manchen Kreisen bei Handys und anderen modernen Elektronikgeräten.
Vermutet wird geplante Obsoleszenz heute in manchen Kreisen bei Handys und anderen modernen Elektronikgeräten.

Bern - Wenn Geräte so konzipiert sind, dass sie früher als technisch angezeigt unbrauchbar werden, ärgert das den Konsumenten, und es schadet der Umwelt. Der Bundesrat will aber das Problem der sogenannten «geplanten Obsoleszenz» nicht isoliert angehen.

Von geplanter Obsoleszenz ist die Rede, wenn ein Hersteller sein Produkt bewusst so fabriziert, dass es nach einer bestimmten Zeit nicht mehr funktioniert. Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen danach ein neues Produkt kaufen, was die Kassen der Hersteller klingeln lässt.

Verbürgt ist das Vorgehen bei Glühbirnen im vergangenen Jahrhundert: Die Hersteller vereinbarten zur Ankurbelung ihres Geschäfts eine maximale Brenndauer. Vermutet wird geplante Obsoleszenz heute in manchen Kreisen bei Handys und anderen modernen Elektronikgeräten.

Schwieriger Nachweis

Der Nachweis sei jedoch schwer zu erbringen, dass «eine Mehrheit der Produzenten die Lebensdauer ihrer Produkte gezielt willkürlich verkürzt», schreibt der Bundesrat am Donnerstag in seiner Antwort auf ein Postulat der Grünen Fraktion.

Die Grünen verlangten einen Bericht, wie das Phänomen bekämpft werden könnte. Eine Pflicht zur Angabe der Lebensdauer des Produkts oder eine Mindestgarantiezeit könnten aus ihrer Sicht Abhilfe schaffen. Der Bundesrat empfiehlt dem Nationalrat, den Vorstoss abzulehnen.

Die Regierung anerkennt zwar, dass die «geplante Obsoleszenz» im Widerspruch zu einer effizienten und ressourcenschonenden Wirtschaft steht. Aus ihrer Sicht beschränkt sich das Postulat aber zu stark auf das Phänomen. Für zielführender hält sie Massnahmen, die generell die Lebens- und Nutzungsdauer von Produkten erhöhen und damit deren ökologische Fussabdrücke verkleinern.

Die Angabe der Lebensdauer könnte dazu beitragen, schreibt der Bundesrat. Zudem verweist er darauf, dass das Parlament im März 2012 bereits die Verjährungsfrist für Garantieansprüche verlängert habe. Ausserdem könnten die Leute mit entsprechenden Informationen dazu angehalten werden, ihre Geräte sorgsam zu unterhalten.

(knob/sda)

Obsoleszenz
Abfall Abfall Abfall. Drucker wird ausgetauscht, "alter", vor 3 Monaten gekauft, Abfall!! Entsorgt auf Berge, die wachsen und wachsen, wohin mit all' den Geräten? In die Umweltverschmutzung.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Bundesrat Guy Parmelin empfing Vertreter der Exportwirtschaft.
Bundesrat Guy Parmelin empfing Vertreter der ...
Publinews Am 14. Mai führte Bundesrat Guy Parmelin Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Exportbranche über die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und die Entwicklungen im Bereich des Freihandels. mehr lesen  
Verbände Schon früh hat der sgv vor den finanziellen Folgen einer 13. AHV-Rente gewarnt. Die Finanzierungsvorschläge des Bundesrates, die eine Anhebung der Lohnprozente vorsahen, werden vom Verband als inakzeptabel bezeichnet. Der sgv spricht sich stattdessen für ein ausgewogenes Gesamtpaket aus, das eine moderate Erhöhung des Rentenalters sowie eine leichte Anhebung der Mehrwertsteuersätze beinhaltet. mehr lesen  
Buchhaltung Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. März 2024 beschlossen, die Zinssätze für die ausstehenden Covid-19-Kredite per 31. März 2024 unverändert zu belassen. Für Kredite bis 500'000 Franken sind weiterhin 1,5 Prozent und für Kredite über 500'000 Franken 2 Prozent zu entrichten. mehr lesen  
Bei einem Treffen am 13. Februar 2024 in Bern diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, Städte, Gemeinden, Bau- und Immobilienwirtschaft sowie der Zivilgesellschaft unter Leitung von Bundesrat Guy ... mehr lesen
Teil des Plans ist die Durchmischung von Arbeits- und Wohnzonen sowie eine Überprüfung möglicher höherer Bauprojekte an geeigneten Standorten.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 14°C 23°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Basel 16°C 22°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
St. Gallen 15°C 21°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Bern 14°C 24°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Luzern 15°C 24°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Genf 19°C 25°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 15°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten