Gemeinde zur Kooperation bereit

Bundeszentrum für Asylsuchende im Eigenthal

publiziert: Mittwoch, 25. Apr 2012 / 12:07 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Apr 2012 / 15:09 Uhr
Im Eigenthal werden bis zu 120 Asylsuchende untergebracht. (Symbolbild)
Im Eigenthal werden bis zu 120 Asylsuchende untergebracht. (Symbolbild)

Luzern - In der Truppenunterkunft Eigenthal in der Gemeinde Schwarzenberg im Kanton Luzern wird im zweiten Halbjahr ein Bundeszentrum für Asylsuchende betrieben. Die bis zu 120 Asylsuchenden werden während jeweils drei bis vier Wochen im Eigenthal leben.

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Die entsprechende Vereinbarung für die temporäre Asylunterkunft zwischen der Gemeinde Schwarzenberg, dem Bundesamt für Migration (BFM) und dem Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wurde am Dienstag unterzeichnet. Die Nutzung erfolgt zwischen dem 11. Juni und dem 11. Dezember 2012.

Das Eigenthal liegt am Fusse des Pilatus und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Luzerner. Die Bevölkerung der Standortgemeinde Schwarzenberg wurde am Dienstagabend informiert. Im Eigenthal waren bereits Ende der 90er-Jahre Asylsuchende einquartiert; damals handelte es sich um Menschen aus dem Kosovo.

Begleitgruppe als Pulsmesser

Der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf lobte am Mittwoch gegenüber den Medien die Kooperationsbereitschaft der Gemeinde Schwarzenberg. Diese habe gegenüber dem Bund auch ihre Wünsche anbringen können.

Die Personen, die im Eigenthal einquartiert werden, werden zuvor eine Vorprüfung in den Erstaufnahmezentren absolviert haben. Schwierige Fälle kämen nicht ins Eigenthal, sagte Graf. Eine Begleitgruppe mit Vertretern der Behörden und der lokalen Bevölkerung wird eingesetzt, um vor Ort den Puls zu messen und nötigenfalls rasch auf Ereignisse zu reagieren.

«Solidariät von allen Seiten»

Regierungsrat Graf betonte, dass das Asylwesen eine Verbundaufgabe von Bund, Kantonen und Gemeinden sei. Er erwarte, dass auch andere Kantone mit dem Bund kooperierten. Es brauche Solidarität von allen Seiten.

Der Kanton Luzern profitiert vom Bundeszentrum. Ihm werden als Gegenleistung im zweiten Halbjahr 200 bis 300 Asylsuchende weniger zugewiesen. Dies entschärft die Unterbringungssituation im Kanton, der Mühe hat, grössere eigene Zentren zu schaffen.

Im März lebten 976 Asylbewerber im Kanton Luzern, 256 mehr als vor einem Jahr. Die Behörden gehen davon aus, dass die Situation angespannt bleibt.

(bert/sda)

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