Burkhalter bedankt sich in Neuenburg für Unterstützung
publiziert: Donnerstag, 17. Sep 2009 / 17:10 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Sep 2009 / 21:42 Uhr

Neuenburg - Rund 200 Personen haben den neuen Bundesrat Didier Burkhalter am Bahnhof von Neuenburg in Empfang genommen. Nach einem Umtrunk auf dem Vorplatz bedankte er sich bei seinen Anhängern und den Behörden für die Unterstützung auf dem Weg in den Bundesrat.

In Neunburg fühlt sich Didier Burkhalter wohl.
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Burkhalter äusserte sich auch zum 15-stündigen Interviewmarathon, dem er nach seinem Erfolg ausgesetzt war. «Ein wenig lange» seien die Mediengespräche gegangen, sagte er.

Hier in Neuenburg fühle er sich hingegen entspannter. Das erlaube ihm etwas häufiger zu lachen. «Es scheint ja, dass ich nicht genug lache», sagte er.

Ehren-Parade

Den informellen Empfang organisiert hat die FDP. Die offiziellen Feierlichkeiten finden kommenden Donnerstag statt. Dann wird Burkhalter bei einer Parade zu seinen Ehren durch die Strassen der Stadt marschieren, in deren Regierung er einst sass.

Ein Fest soll es am Samstagnachmittag auch für den glücklosen Herausforderer Urs Schwaller geben. Der Freiburger Sensebezirk und die Gemeinde Tafers FR wollen damit ihre Sympathie für den gescheiterten Bundesratskandidaten ausdrücken. Bei dem Fest gehe es aber vor allem um Geselligkeit, sagte Nicolas Bürgisser, Oberammtmann des Sensebezirks.

Keine Begeisterungsstürme

Anders als in Neuenburg löste Burkhalter bei den Schweizer Zeitungskommentatoren keine Begeisterungsstürme aus. Sie werten seine Wahl insgesamt als vernünftigen Entscheid für die Konkordanz und die Stabilität im Land.

«Die Wahl war langweilig, doch das Ergebnis stimmt zuversichtlich», schreibt etwa die «Thurgauer Zeitung». Nach vielen Bundesratswahlen «mit wüsten Begleiterscheiungen» sei die Ausmarchung würdevoll verlaufen und geprägt gewesen von gegenseitigem Respekt, urteilt der «Blick».

Andere Kommentatoren heben die Bedeutung der Sprachenfrage hervor: Die Wahl Schwallers hätte die «Büchse der Pandora» geöffnet, schreibt das «Journal du Jura». Ähnlich argumentiert das «St. Galler Tagblatt»: Mit einer Wahl des CVP-Mannes Schwaller wäre «zu Recht das Prozedere der Wahl an sich wieder in Frage gestellt worden.»

(sl/sda)

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