CVP fordert Flexibilität statt bürokratische Lasten

publiziert: Dienstag, 5. Aug 2008 / 13:14 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Aug 2008 / 14:43 Uhr

Bern - Die Botschaft des Bundesrates zur Revision des Aktienrechts ist laut der CVP verbesserungsbedürftig. Sie hat deshalb am Dienstag ihre Vorschläge präsentiert. KMU brauchten Flexibilität statt bürokratischer Lasten, hält die Partei fest.

Die Rechte der Aktionäre sollen gestärkt werden. Bild: Novartis Aktionärsversammlung.
Die Rechte der Aktionäre sollen gestärkt werden. Bild: Novartis Aktionärsversammlung.
Die von alt Bundesrat Christoph Blocher in die Wege geleitete Revision wird zur Zeit in der Rechtskommission des Ständerates diskutiert. «Der ehemalige Justizminister hat die Revision hastig vorbereitet und einige Dinge vergessen», sagte CVP-Präsident Christoph Darbellay vor den Medien in Bern.

Gemäss des Vorschlags des Bundesrats sollen Aktionäre künftig einfacher Sonderuntersuchungen einleiten oder eine Generalversammlung einberufen können. Verwaltungsräte sollen sich jährlich zur Wiederwahl stellen müssen.

Zudem soll künftig auch in privaten Aktiengesellschaften Auskunft über die Löhne des obersten Managements verlangt werden können. Börsenkotierte Aktiengesellschaften müssen diese Angaben seit 2007 im Anhang der Bilanz aufführen.

Zu viele Normen

Die Vorschläge gehen der CVP zu weit. Der Bundesrat wolle zu vieles gesetzlich normieren, sagte Ständerat Hansheiri Inderkum. «Das jederzeitige Auskunftsrecht von Aktionären nicht-börsenkotierter Gesellschaften ist ebenso abzulehnen wie die zwingende jährlich Wiederwahl des Verwaltungsrates.»

Betreffend Managerlöhnen schlägt die CVP vor, dass der Verwaltungsrat börsenkotierter Gesellschaften der Generalversammlung einen Bericht unterbreitet, über welchen diese konsultativ abstimmt.

Eine Ablehnung des Berichts wäre dann nicht bindend, würde aber Missbilligung signalisieren. Für nicht-kotierte Unternehmen wäre ein solcher Entschädigungsbericht nach den Vorschlägen der CVP fakultativ.

Abzocker-Initiative geht zu weit

Die CVP sei der Ansicht, dass die grosse Mehrheit der Manager von kleinen und grossen Firmen «durchaus akzeptable Löhne» hätten, sagte Darbellay weiter. Die Volksinitiative «gegen Abzockerei», die Lohnexzessen auf den Teppichetagen börsenkotierter Unternehmen den Riegel schieben will, geht der Partei deshalb ebenfalls zu weit.

Die Initiative verlangt unter anderem, dass die Generalversammlung jährlich über die Entschädigungen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung abstimmt und die VR-Mitglieder und den VR-Präsidenten wählt. Zudem würden Abgangsentschädigungen, Vorauszahlungen und Prämien verboten.

(fest/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Der Trend geht zu grösseren Wohnungen.
Die EKW beobachtet den Wohnungsmarkt  Bern - Die Bedeutung des Wohnens hat während der Pandemie zugenommen. Grössere Wohnungen und Wohneigentum waren während der letzten Monate besonders gefragt. Dies sind Beobachtungen der Eidgenössischen Kommission für Wohnungswesen EKW. Sie bilden eine Momentaufnahme des zweiten Halbjahres 2021. Die EKW wird die Situation im Rahmen ihres Mandats weiter beobachten. mehr lesen 
Verbände Bern - Um den Herausforderungen der saisonbedingten Arbeitslosigkeit und des Fachkräftemangels im Gastgewerbe zu begegnen, wurde ... mehr lesen  
Durch die Massnahme sollten Saisonmitarbeitenden im Gastgewerbe Ganzjahresperspektiven geboten werden.
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen  
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen   3
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 17°C 20°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Basel 18°C 23°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft sonnig
St. Gallen 15°C 18°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
Bern 16°C 21°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter sonnig
Luzern 17°C 19°C bedeckt mit Gewitternleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Genf 17°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen sonnig
Lugano 16°C 27°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten