Calmy-Rey: Gaddafi-Schelte nicht ernst nehmen

publiziert: Sonntag, 19. Jul 2009 / 12:28 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 19. Jul 2009 / 23:04 Uhr

Bern - Die Forderung des libyschen Revolutionsführers Gaddafi nach Auflösung der Schweiz sollte man nach den Worten von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey nicht ernst nehmen.

5 Meldungen im Zusammenhang
«Was derart haltlos und unfundiert ist, sollte man nicht ernst nehmen», erklärte die schweizerische Aussenministerin gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Gaddafi hatte gemäss Angaben der libyschen Nachrichtenagentur Jana beim Gipfel in L'Aquila und beim Blockfreientreffen in Scharm el Scheich die Schweiz scharf angegriffen: Sie sei kein Staat, sondern eine Terroristen-Finanziererin. Sie müsse aufgelöst und ihr Territorium unter den Nachbarstaaten aufgeteilt werden.

Gaddafis Zorn

Hintergrund von Gaddafis Zorn ist die Verhaftung eines seiner Söhne vor einem Jahr in Genf. «Das Problem ist, dass wir Gaddafis Sohn gemäss unseren Gesetzen wie einen Schweizer behandelt haben. Für uns ist es eine Frage des Rechtsstaates, für Libyen hingegen eine Frage der Ehre. Mit Rationalität löst man diesen Konflikt nicht», sagte Calmy-Rey.

«Ginge es um eine rationale Regelung, wären wir nur Millimeter von einer Lösung entfernt. Nun gehen unsere Bemühungen in Richtung eines Treffens von Bundespräsident Merz mit Revolutionsführer Gaddafi».

Zum Besuch einer Hamas-Delegation und der Schweizer Vermittlung in der Genfer Initiative erklärte die Bundesrätin, man habe dabei grosse Fortschritte erzielt. Es seien Details für einen Lösungsweg des israelisch-palästinensischen Konflikts erarbeitet worden. Der Bericht von 400 Seiten werde nun den verschiedenen Akteuren vorgestellt. «Es ist in unserem Interesse, dass der Konflikt gelöst wird».

(tri/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Bundespräsident Hans-Rudolf ... mehr lesen 58
Zu Gesprächen in Libyen: Bundespräsident Hans-Rudolf Merz.
Micheline Calmy-Rey hofft auf eine baldige Einigung.
Bern - Trotz der abschätzigen Äusserungen von Muammar el Gaddafi am letzten G-8-Gipfel stehen Libyen und die Schweiz bei den seit einem Jahr anhaltenden Spannungen offenbar kurz vor ... mehr lesen
Bern - Die Spannungen zwischen dem Gaddafi-Regime in Libyen und der Schweiz ... mehr lesen 13
Der libysche Staatschef Muammar el Gaddafi hatte der Schweiz vergangenen Herbst mit einem Öl-Lieferboykott gedroht.
Bern - Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi macht seine Drohungen ... mehr lesen 2
Bis Ende letzten Jahres flossen rund 89 Prozent der Vermögenswerte aus Libyen ab. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Nach Einschätzung von «Kinderkrebs Schweiz» kommt es in 20% der Fälle zu einer endgültigen Ablehnung.
Nach Einschätzung von «Kinderkrebs ...
Versicherungen Der Bundesrat sieht sich nicht veranlasst, die Einzelvergütung von Medikamenten speziell bei krebskranken Kindern zu verbessern. Seiner Einschätzung, die Krankenversicherer würden den jährlich rund 270 eingereichten Gesuchen für eine Kostengutsprache nahezu zu hundert Prozent entsprechen, widerspricht der Dachverband «Kinderkrebs Schweiz». mehr lesen  
Vernetzte Geräte müssen die Privatsphäre ihrer Benutzerinnen und Benutzer besser schützen. Neue Bestimmungen in der Verordnung des BAKOM über ... mehr lesen  
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit dem Internet verbunden werden kann, muss über Funktionen verfügen, die den Schutz von Personendaten gewährleisten.
Die Arbeitslosenquote sank im letzten Monat von 2,1% auf 2,0%.
Registrierte Arbeitslosigkeit im Juni 2022  Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Juni 2022 92'511 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5'493 ... mehr lesen  
Mitmachen erwünscht  Das Bundesamt für Kultur (BAK) aktualisiert zum zweiten Mal die seit 2012 bestehende «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz». Auch die Bevölkerung ist ... mehr lesen
Schon lange auf der Liste: Basler Fasnacht.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 12°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Nebelfelder
Basel 12°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 10°C 15°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 11°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 12°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Nebelfelder
Genf 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 14°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten